Mittwoch, 10. Oktober 2007

Tales of Alchemy Kapitel 37: Die Abenteuer des Roy Mustang

Shadow, der Hund, den Hawkeye vor mehreren Jahren bei sich aufgenommen hatte, verfolgte fröhlich im Hof des Hauptquartiers von Central City eine Kakerlake, das Ganze beobachtet von Roy, der aus einem Fenster seines Büros gelangweilt in den Hof schaute.
,,"Roy Mustang Überwachungstagebuch"?!?", wiederholte Breda, der mit Havoc, Farman und Fury in der Umkleide saß, verdutzt. ,,Was soll das sein?" ,,Nun... Ich hab eine Anweisung vom Gerichtshof, den Oberst auf Schritt und Tritt zu überwachen.", erklärte Havoc. Er reichte Farman den Brief vom Gerichtshof. ,,Um besser seine Tagesroutinen verstehen zu können, werden Sie Oberst Roy Mustang von nun an überwachen und jedes kleinste Detail in einem Tagebuch zusammenfassen.", las Farman vor. ,,Also muss Lieuenant Havoc den Oberst überwachen?", rief Fury entsetzt. ,,Ja, aber ich kann diese Überwachung nicht allein durchziehen, also wäre es schön, wenn ihr Drei mir helfen könnten.", meinte Havoc.


Tagebucheintrag Farmans: ,,Samstag, Stunde 0946: Oberst Mustang sitzt mit Papieren, die bis zum Mittag erledigt werden müssen, an seinem Schreibtisch und beschwerte sich vollkommen unbegründet, dass dies viel zu viel Arbeit sei."

Tagebucheintrag Bredas: ,,Ebenfalls Samstag, zur Stunde 1026: Der Oberst versucht, Lieutenant Hawekeyes Hund zu füttern."

Tagebucheintrag Furys: ,,Und am selben Tag, zur Stunde 1103: Der Oberst beginnt vollkommen unerwartet, die Fenster zu putzen. Haben wir dafür keine Putzfrauen? Und ich frage mich, was er wegen den Papieren auf seinem Schreibtisch machen wird?

Tagebucheintrag Havocs: ,,Dann, zur Stunde 1147: Der Oberst beginnt die Papiere durchzulesen und zu unterschreiben, während er die ganze Zeit lang rumheult, dass er nicht genügend Zeit hatte. Ich bin mir sicher, er hatte genügend..."

Tagebucheintrag Farmans: ,,Am Nachmittag wandert der Oberst durch Central City, um die Feuerwehreinrichtungen der Stadt zu überprüfen. Unterwegs erhält er einen Brief von einem Mädchen aus einem Blumengeschäft."

Tagebucheintrag Furys: ,,Es erscheint, der Brief ist eine Einladung zu einem Rendezvous. Zwei Tickets waren im Brief - der eindeutige Beweis."

Tagebucheintrag Bredas: ,,Am Abend berichtet der Oberst, er würde auf dem Weg nach Hause Informationen über den Bürgermeister der Stadt sammeln, und macht Feierabend. Bei dem Grinsen, das er im Gesicht hat, hat er eindeutig ein Rendezvous.^^"

Tagebucheintrag Havocs: ,,Wartet mal ´ne Sekunde!!! Ist das Mädchen vom Blumenladen etwa Grace?!?:-@ Das treibt sie also?!? Die ganze Zeit dachte ich, sie würde einfach nur kaltherzig mir gegenüber handeln!!!"

Tagebucheintrag Farmans: ,,Oh, Lieutenant, sind Sie etwa mit ihr ausgegangen? :-p *kicher*"

Tagebucheintrag Bredas: ,,Du musst sie echt nicht mehr alle haben, wenn du denkst, du könntest gegen den Oberst gewinnen. :-D"

Tagebucheintrag Furys: ,,Tut mir Leid, dass ich das sagen muss, aber geben Sie besser auf."

Tagebucheintrag Havocs: ,,HALTET EUCH DA RAUS!!!:-\ Als wenn ihr meine Gefühle verstehen könntet...:'-("

Tagebucheintrag Bredas: ,,Nun, es ist ganz offensichtlich deine Schuld, dass sie dich fallengelassen hat. :-D"

Tagebucheintrag Havocs: ,,Sei ruhig, du nutzloser Trottel! :-\"

Tagebucheintrag Bredas: ,,Schau mal einer an, wer da spricht!!! :-\ :-\"

Tagebucheintrag Havocs: ,,Was war das!?! :-\ :-\ :-\"

Tagebucheintrag Farmans: ,,Ja, weiter so! Schlagt euch die Köpfe ein!^^"

Tagebucheintrag Furys: ,,Seid doch nicht böse, ihr beiden. Können wir nicht einfach alle Freunde sein?:("

,,Es ist vorbei, verdammt!", brüllte Havoc zornig und zerriss das Tagebuch in seiner Wut in Hunderte von Fetzen. ,,Ich kann mit dieser gottverdammten Untersuchung nicht weiter fortfahren!!!"

,,Humankind cannot gain anything without first giving something in return.
Here at Central City Headquarters,
there were brave soldiers who were willing to make that sacrifice for the sake of peace.
This is a tale of love and courage,
of the Flame Alchemist, Colonel Mustang, and his men." (Auszug: Ein Bericht Hawkeyes^^)

Havoc saß, völlig fertig mit der Welt, am nächsten Tag gegen einen Baum im Hof des Hauptquartiers gelehnt, eine Zigarette, die er im Mund stecken hatte, einfach dahin brennend. ,,Hey, Shadow.", sagte er zu Shadow, der sich schwanzwackelnd neben ihn setzte. ,,Du hast echt Glück. Du hast keinerlei Sorgen..." Shadow kläffte vergnügt, während Havoc nur tief seufzte.
,,Ich frage mich, was mit Lieutenant Havoc los ist?", wunderte sich Hawkeye, die Havoc von einem Fenster aus beobachtete. ,,Ich wette, er hat erneut eine Abfuhr erteilt bekommen.", meinte Roy, in einen "Bericht" vertieft, der mit P anfing und mit ayboy endete (^^). ,,Mann, ist der klug.", flüsterte Breda Fury und Farman zu. ,,Man kriegt schließlich nicht genug Freizeit für so etwas für Beziehungen.", seufzte Hawekeye. ,,Ich bin mir sicher, er hat einfach nur Schwierigkeiten, ein Mädchen zu finden, mit dem er ausgehen kann." ,,Wie erbärmlich.", spottete Roy, vertieft in zwei besonders große Rundungen. ,,Ein richtiger Mann sollte seine Arbeit bewältigen und sich gleichzeitig mit Frauen treffen können." Hawkeye wandte sich vom Fenster ab, sichtete das Heft, und zerschoss es in Tausende von Stücken. Das ist doch nur ganz allein deine Schuld, dass er so niedergeschlagen ist..., dachte Breda kopfschüttelnd. ,,Aber diese Deprimiertheit könnte Havocs Pflichten beeinträchtigen.", sagte Roy plötzlich und sah zu den Dreien am Schreibtisch. ,,Hey, finden Sie für Havoc eine feste Freundin." Fury, Farman und Breda sahen ihn mit großen Augen an. ,,Sie machen wohl Witze!", rief Fury erschrocken. ,,Ich will, dass jemand für mich eine feste Freundin sucht!", schniefte Farman vernehmlich. ,,Warum teilen Sie nicht einfach eine mit ihm, Oberst?", schlug Breda vor. ,,Was?", fragte Roy die Drei verdutzt. ,,Ähm, nichts, ist nicht wichtig.", sagten die Drei wie aus einem Munde. ,,Kennt einer Havocs Geschmack in Sachen Frauen?", fragte Roy und begann Papiere zu unterschreiben, während Havoc ihm warnend ihre Pistole an die Schläfe hielt. ,,Ähm, als ich gestern einen mit ihm trinken war, hat er sich gefragt, ob es irgendwo ein süsses, nettes Mädchen mit gutem Charakter gebe.", sagte Farman. ,,Okay, Warrant Officer Farman: Schaffen Sie sofort ein süsses, nettes Mädchen mit gutem Charakter herbei.", befahl Roy ihm.,,Stellen Sie sie dann Havoc vor." ,,I-Ich?!?", stammelte Farman entsetzt. ,,Das ist eine Mission, verstanden?", raunzte Roy.
,,Eine Mission für mich?", wiederholte Scieszka fragend. ,,Ich brauche all die Dokumente, an denen Brigadier General Basque Gran, Doktor Marcoh und Maxwell Tucker beteiligt waren.", erklärte Archer, in dessen Büro sich Scieszka befand. ,,Und stellen Sie alle Dokumente über Labor 5 und Gefängnis 2 zusammen." ,,Ja, Sir.", sagte Scieszka. ,,Auch die, die in der Bibliothek Central Citys verbrannt wurden?" ,,Natürlich. Deswegen bitte ich ja auch Sie darum.", antwortete Archer und schlürfte an seiner Tasse Kaffee. Wenn ich nur so in den Gerichtshof kommen könnte, könnte ich weiter nachforschen, was Brigadier General Hughes untersucht hatte..., dachte Scieszka. ,,Ihre Antwort?", fragte Archer. ,,Äh, ja! Ich akzeptiere die Mission!", rief sie.
,,Mann, ist das eine Mission; ich hab nie Training darin erhalten, wie man Mädchen anbaggert.", seufzte Farman, der durch den Flur wanderte. ,,Was mache ich jetzt bloß...?" Im selben Moment verließ Scieszka Archers Büro und knallte genau gegen Farman, so dass sie ihre Notizen fallen ließ. ,,Autsch...", stöhnte sie auf. ,,Tut mir Leid. Sind Sie verletzt?" ,,Oh, Scieszka!", sagte Farman fröhlich. ,,Ah, Warrant Officer Farman!", sagte Scieszka, die Farman erkannt hatte, vergnügt. ,,Es ist schön, Sie wieder einmal zu sehen.", sagte Farman und hob ihre Notizen auf. ,,Geht es Ihnen gut?" ,,Ja, es geht so.", antwortete Scieszka. ,,Oh ja, da fällt mir ein...", begann Farman. ,,Ich suche nach einem süssen, netten Mädchen mit gutem Charakter. Wüssten Sie vielleicht jemanden, zu dem diese Beschreibung passt?" ,,Ob ich...?", begann Scieszka, schmollte dann aber und keifte: ,,Warten Sie mal! Das würde ja heißen, ich würde zugeben, dass ich kein süsses, nettes Mädchen mit gutem Charakter bin, richtig!?!" ,,Oh, ähm... nein, so hab ich das nicht gemeint...", begann Farman verlegen. ,,Mir ist von Oberst Mustang befohlen worden, eine feste Freundin für Lieutenant Havoc zu finden. ,,Eine feste Freundin?", wiederholte Scieszka verdutzt. ,,Kennen Sie vielleicht irgendeine, die...", begann Farman. ,,Oh! Ich hätte da die perfekte Idee!", unterbrach Armstrong, der sich von hinten angeschlichen hatte, ihn.


,,Major Armstrongs Schwester?", wiederholte Roy. ,,Ja.", antwortete Farman. ,,Anscheinend hat sie keinen festen Freund, weil sie zu schüchtern ist. Sie soll jedoch wunderschön sein. ,,Hmm...", machte Roy nachdenklich.


Am nächsten Tag erreichten Havoc, Farman, Fury und Breda mit einem Militärwagen die gigantische Villa der Familie Armstrong, die auf einem noch gigantischeren Grundstück mit riesigem Teich stand. Mit mehr als nur großen Augen starrte Havoc, in einem Smoking und einen Strauß roter Rosen in der Hand, zur Spitze der Villa hinauf und verrenkte sich dabei beinahe den Hals. ,,Heiliger...", murmelte er und sah zum Militärauto. ,,Ich glaub, jetzt gehe ich wieder nach Hause.", sagte er und wollte ins Auto zurück. Doch drei Paar Hände stießen ihn wieder hinaus. ,,Dasist die größte Chance deines Lebens!", rief Breda. ,,Wenn du es schaffst sie zu heiraten, hast du im Leben ausgesorgt!" ,,Sie werden eine Promtion nach der anderen bekommen!", rief Fury euphorisch. ,,Aber ich hab sie doch noch nicht getroffen...", begann Havoc ängstlich. ,,Major Armstrong zufolge ist sie eine richtige Schönheit, so wie der Major selbst.", berichtete Farman. ,,Sie sieht aus wie der Major?", wiederholte Havoc und dachte nach. Sofort erschien in seiner Vorstellung ein gigantisches Etwas mit Glatze und riesigem, buschigem blonden Schnurrbart, das dieselbe tiefe Stimme hatte wie Armstrong und genauso wuchtig war. ,,Ich geh jetzt nach Hause!!!", kreischte Havoc und versuchte ins Auto zu springen, jedch ohne Erfolg. ,,Willkommen, Lieutenant Havoc!", rief Armstrong, der aus der Villa getanzt kam und Havoc in eine knochenzerschmetternde Umarmung nahm. ,,Wir haben Sie bereits erwartet!" ,,Nun, dann viel Glück!", rief Breda und fuhr mit den anderen schnell davon. Heimlich steckte Armstrong Havoc einen Brief zu und schleifte ihn in die Villa.


Eine paar Minuten später saß Havoc im unglaublich langen Esszimmer, mit einem genauso unglaublich langem Esstisch, wo Armstrongs Vater seine Geschichten zu erzählen begann.
,,Das Haus der Armstrongs spielt bereits seit 180 Jahren eine Schlüsselrolle in dieser Regierung und den Finanzquellen.", laberte Vater Armstrong, der genauso wie sein Sohn aussah, eine halbe Stunde später immer noch. ,,Generationen über Generationen waren wir immer eine Stütze, das Land als Generäle unterstützend, was uns zu einem prestigevollem Haus macht. In der Tat war ich selbst einst General..." ,,Vaters Geschichten sind immer so rührend.", weinte Armstrong, während Havoc beinahe einschlief. ,,Oh meine Güte, gibst du wieder gegenüber den Gästen an?", mahnte eine Frau, die soeben das Zimmer betreten hatte. ,,Oh, Mutter!", begrüßte Armstrong Mutter Armstrong. Mutter?, dachte Havoc mit Blick auf eine hagere Frau, die an ein Streichholz erinnerte. Gott sei Dank, die Mutter ist ziemlich norm... Doch er erschrak, als er sah, dass sie genauso groß war wie der riesige Armstrong. Sie ist riesig! Sie ist auch nicht normal!!!, dachte er entsetzt. Eine Sekunde... Die breite Statur des Vaters und sein mächtiger Bart... die Mutter ist riesig und sieht wie ein Streichholz aus... Er sah zu Armstrong. Es macht mathematisch vollkommen Sinn, dass ihr Sohn so riesig und glatzköpfig und bärtig ist... Dann muss seine kleine Schwester... Sofort sah er erneut das riesige, wuchtige Etwas mit Bart durch eine Blumenwiese stampfen, bei jedem Schritt ein Erdbeben auslösend, und rufen: ,,Tihihihihihi!!! Fang mich, wenn du kannst, Havilein!" Nein, es muss nicht unbedingt deuten, dass die Charaktereigenschaften an sie weiter vererbt wurden..., dachte Havoc schaudernd. Es ist möglich, dass sie mehr nach einem Elternteil aussieht, nicht eine Mischung zwischen den beiden ist... ,,Nun denn, Lieutenant, lassen Sie mich Ihnen meine kleine Schwester vorstellen.", unterbrach Armstrong seinen Gedankengang. Havoc schrak hoch. ,,Nun komm schon herein, Catherine. Sei nicht so schüchtern.", sagte Mutter Armstrong. Eine Tür hinter Havoc ging auf. Was wird es sein?!?, dachte Havoc panisch und wandte sich langsam zur Tür um. Wird sie wie der Vater aussehen, oder wie die Mutter?!? Es ist sowieso bei beiden total eklig, aber wenn es eines sein muss, dann bitte so wie die Mutter!!! ,,Ähm... nun...", murmelte eine honigsüsse Stimme. Havoc erstarrte. ,,Schön... Sie kennenzulernen. Ich... Ich heiße... Catherine Elle Armstrong." Im Raum war ein wunderschönes, zierliches Mädchen mit langen blonden Haaren und vollkommen normaler Größe erschienen, das ganz rot im Gesicht vor Verlegenheit war. Weder noch! Gott sei Dank! Jackpott!!!, dachte Havoc erleichtert. ,,Na, ist sie nicht wunderschön?", fragte Armstrong und legte einen wuchtigen Arm auf Catherines zierliche Schulter. ,,Sie sieht genauso wie ich aus." ,,Hä?!?", machte Havoc ungläubig. ,,Die Augenbrauen.", sagte Armstrong und deutete auf Catherines Augenbrauen, die genauso dünn waren wie die von Armstrong. ,,Ich verstehe...", sagte Havoc kopfschüttelnd. ,,Nun komm schon, Catherine, nicht schüchtern sein.", sagte Armstrong und schob Catherine ein wenig zu Havoc hin. ,,Äh, okay...", murmelte Catherine und sah verlegen zu Boden. ,,Oh, äh... Catherine... was mögen Sie denn?", fragte Havoc stammelnd. ,,Ähm... ich mag Piano spielen ein wenig...", antwortete Catherine und wurde wieder rot im Gesicht. Sie ist sooo süss..., dachte Havoc verträumt. Sie kann unmöglich die kleine Schwester des Majors sein... ,,Das heißt, ich stemme das Piano gern in die Höhe.", korrigierte sich Catherine und hob das schwere Piano in der Nähe mit nur einer Hand hoch. Havoc erstarrte vor Schreck. ,,Hmm? Was ist los, Lieutenant?", fragte Armstrong, leicht besorgt. Meine letzte Aussage nehme ich zurück, dachte Havoc und schluckte schwer. Sie ist zu 100% die kleine Schwester des Majors! Er sah erneut zu Catherine. Aber... wenn man mal von ihrer übernatürlichen Stärke absieht... Ihr wunderschönes Aussehen, Style, der riesige Landsitz, Stärke! Das ist das Paradies auf Erden!!! ,,Catherine...", begann er mit ernstem Gesicht. ,,J-Ja?", fragte Catherine, leicht ängstlich. ,,Wenn Sie möchten, würden Sie dann mit mir ausgehen?", fragte Havoc sie. ,,Was?", rief Catherine erschrocken und wurde puterrot im Gesicht. ,,H-Herr Havoc...", begann sie schüchtern. ,,Ja?", fragte Havoc und schluckte schwer. ,,Ich...", begann Catherine. Havoc wurde ebenfalls rot im Gesicht. ,,Ich... Ich mag lieber Männer wie meinen großen Bruder." Havoc erstarrte. ,,Zu schade!", rief Armstrong, riss sich sein Hemd vom Leib und warf sich in Pose. ,,Sie sind leider nicht mein Typ, also könnten Sie diese Idee bitte vergessen?", bat Catherine ihn.
,,Ich wette 10.000 Gald, dass er es vergeigt", sagte Breda, wieder zurück im Büro. ,,1o.000 Gald, dass er abgewiesen wird.", wettete Farman. ,,Dann wette ich 10.000 Gald darauf, dass die ganze Sache abgeblasen wird!", rief Fury. ,,Dann ist das aber keine richtige Wette...", meinte Hawkeye. ,,Genau!", riefen die Drei wie aus einem Mund. Hawkeye wandte sich kopfschüttelnd Roy zu, der schnell eines seiner Schmuddelheftchen unter dem Schreibtisch versteckte.
,,Warum bin ich noch mal hier?", weinte Havoc vom Boden des Esszimmers her.


Roy las den Brief, den Armstrong heimlich Havoc zugesteckt hatte. ,,Hmm...", machte Roy, nachdem er ihn zu Ende gelesen hatte, schnippte mit den Fingern und ließ den Brief verbrennen. ,,Nun, Major Armstrong ist genau so, wie es mir dachte.", sagte er. ,, Lieutenant Hawkeye, können Sie eine Verbindung herstellen?" ,,Ja.", sagte sie und stand auf. Havoc starrte nur mit ausdruckslosem Gesicht in die Gegend.


Es war später Abend, als Fury und Farman durch die dunkle Gasse in der Nähe des Hauptquartiers wanderten. ,,Oh Mann, hab ich einen Hunger...", wimmerte Fury. ,,Ich hab nichts mehr zu Mittag gegessen, seit ich die Wette verloren hab..." ,,Seit ich gewonnen hab, hab ich mich richtig vollgefressen.", sagte Farman zufrieden. ,,Dann hab Mitleid mit mir und gib mir was zu essen!", heulte Fury. ,,Nix da. Dann wäre die Wette doch nichts mehr wert.", entgegnete Farman streng. Sie gingen durch eine besonders dunkle Straße, in der die Straßenlampen kaputt waren. ,,Oh? Das haben die immer noch nicht repariert?", sagte Farman ungläubig. ,,Schlimm, oder? Und hier ist es auch noch sooo gruselig?", schniefte Fury. ,,Ich hab sogar gehört, dass hier Geister erscheinen sollen..." Auf einmal hörten sie ein Scharren und blieben verdutzt stehen, sich nach dem Ursprung des Geräusches umhörend. ,,Dieses Geräusch...", wimmerte Fury zitternd, während das Geräusch näher und näher kam. ,,Das kann doch nicht sein...", sagte Farman schluckend. Sie wandten sich um und erblickten die Zahl 13, die blutrot an einer Gebäudewand hing. ,,Es ist hier!!!", kreischten Fury und Farman voll Panik und stürmten davon.


Dumpfes Gestöhne ging am nächsten Morgen von Hawkeyes Schlafzimmer aus. ,,Nein...", stöhnte Hawkeye unter dem lauten Quietschen der Bettmatratze. ,,Hör schon auf... Oooooh... Das kitzelt... Hnnnnn..." Erschrocken wachte sie auf und riss die Bettdecke hoch, unter die ihr Hund Shadow gekrochen war und ihr gerade die Füße abschleckte.
Fünf Minuten später stellte sie ihm einen Napf voll Fleisch und einem Knochen hin. ,,Stopp.", sagte sie, als er Anstalten machte zu fressen. ,,Sitz." Shadow gehorchte und setzte sich hin. ,,Pfote." Er reichte ihr die rechte Pfote. ,,Andere." Er reichte ihr die linke Pfote. ,,Hinlegen." Shadow legte sich auf den Bauch. ,,Guter Junge." Shadow begann zu fressen, während Hawkeye ihm hinter den Ohren kraulte.


Als Hawkeye und Shadow ins Büro kamen, saßen Fury, Farman und Breda zusammen tuschelnd in einer Ecke, während Roy an seinem Schreibtisch sitzte und gähnte, und Havoc, der noch immer Catherins Abfuhr zu verdauen versuchte, saß ganz allein an seinem Tisch. ,,Bist du auch sicher?", fragte Breda beunruhigt. ,,Ich schwöre es. Ich mache keine Witze.", sagte Farman ernst. ,,Die Gerüchte waren wahr!", bibberte Fury. ,,Hört auf damit! Jetzt kann ich wegen euch nicht mehr allein nach Hause gehen!", jammerte Breda. ,,Ist etwas passiert?", fragte Hawkeye. ,,Sie sagen, sie hätten das Warenhaus 13 gesehen.", sagte Roy spottend. ,,Wie bescheuert." ,,Nix da bescheuert, Oberst!", fauchte Breda. ,,Ja, das ist wirklich beängstigend!", rief Fury zustimmend. ,,Das Warenhaus 13?", wiederholte Hawkeye fragend. ,,Soweit ich weiss, sollte es aber nur 12 Warenhäuser geben..." ,,Aber laut Gerüchten taucht das Warenhaus 13 jede Nacht auf!", rief Breda. ,,Man erzählt sich, dass der Ort, an dem das Warenhaus auftaucht, einst ein Erschießungsareal war.", erzählte Farman mit schauriger Stimme. ,,Nachts erscheint das Warenhaus 13, obwohl es eigentlich nur 12 geben sollte!" ,,Und die Leichen der Ermordeten gehen umher und suchen nach neuen Opfern, die sie ihrer Armee der Untoten hinzufügen können...", schlotterte Fury. ,,Einfach nur bescheuert.", mischte sich Roy erneut ein. ,,Gerade weil Sie es von einem ängstlichen Standpunkt aus betrachten, stellen Sie sich Dinge vor, die Ihnen Angst machen. Sie haben es wahrscheinlich mit etwas Anderem verwechselt." ,,Haben Sie keine Angst, Oberst?", fragte Farman. ,,Natürlich nicht.", fauchte Roy genervt. ,,Alchemisten sind Wissenschaftler. Es ist unsere Aufgabe, Dinge von einem logischen Standpunkt aus zu betrachten." ,,Aber wir sind nicht die einzigen, die es gesehen haben.", wandte Fury ein. ,,Das Gerücht macht durch das gesamte Hauptquartier die Runde." ,,Wie erbärmlich... Und Sie sind wirklich Soldaten?", sagte Roy ungläubig. ,,Ich werde Sie Narren etwas lehren, dass man "Wahrheit" nennt!" ,,Wirklich?", fragte Breda begeistert. ,,Habt ihr gehört! Der Oberst sagt, er beteiligt sich an unserem Ausflug heute Nacht!" ,,Der Oberst ist so ein großartiger Kerl.", lobte Farman. ,,Gott sei Dank. Wenn der Oberst dabei ist, gibt es nichts, wovor wir Angst haben müssen.", sagte Fury erleichtert. ,,Warten Sie mal kurz, was reden Sie da?", fragte Roy verwirrt. ,,Unsere Mission ist, die Wahrheit über die übernatürlichen Vorgänge in der Nähe der Warenhäuser herauszufinden.", erklärte Breda. ,,Sie wollten uns die Wahrheit lehren, richtig?", sagte Farman. ,,Das hab ich schon so gesagt, aber...", begann Roy. ,,Ich muss auf dem Heimweg daran vorbei, und ich hab jedes Mal Todesangst!", heulte Fury und warf sich vor Roy zu Boden. ,,Helfen Sie mir, Oberst!" Roy seufzte genervt, während Havoc einfach nur ausdruckslos in die Gegen starrte.


Roy ließ sich von Hawkeye mit einem Militärauto gegen Mittag zu einem wichtigen Klienten fahren. ,,Verdammt, warum muss ich mich an deren kleinen Muststest beteiligen?", grummelte Roy unterwegs. ,,Sie respektieren Sie alle sehr.", meinte Hawkeye. ,,Was soll es mich befriedigen, dass Männer mich respektieren?", seufzte Roy. Hawkeye schüttelte ungläubig den Kopf. ,,Wie können sie als Soldaten mit lebenden, atmenden Wesen umgehen, wenn sie Angst vor dem Unsichtbaren haben?", spottete Roy. Das Haus der Familie Hughes kam in Sichtweite. Hawkeye hielt davor an. ,,Ich hab Ihnen nicht gesagt, sie sollen hier anhalten.", fauchte Roy. ,,Sie sahen aus, als wollten Sie anhalten.", meinte Hawkeye. Roy seufzte tief, verließ das Auto und schritt durch den Vorgarten. Vor der Haustür hob er die Hand, um anzuklopfen, hielt jedoch inne. Nach kurzer Zeit hob er sie erneut und klopfte schließlich an. Glacier öffnete die Tür, gefolgt von ihrer Tochter Elysea. ,,Oh, Oberst Mustang!", begrüßte Glacier ihn freundlich. ,,Es tut mir Leid, dass ich einfach so ohne Ankündigung vorbeikomme.", entschuldigte sich Roy. ,,Ich war in der Nähe, also..." ,,Oh, danke fürs Vorbeikommen.", kicherte Glacier und wandte sich zu ihrer Tochter. ,,Elysea, sag hallo." ,,Hi, Elysea, wir geht es dir?", fragte Roy lächelnd und beugte sich zu ihr hinab. Ängstlich versteckte sie sich hinter ihrer Mutter. ,,Ohje...", sagte Glacier belustigt. ,,Bitte kommen Sie doch rein, ich mache uns ein wenig Tee." Roy wollte gerade eintreten, als er sah, dass Winry ihn von einem Fenster aus ein Stockwer höher beobachtete. ,,Nein, danke, ich habe immer noch Arbeit zu erledigen.", lehnte er lächelnd ab. ,,Auf Wiedersehen."
Roy und Hawkeye fuhren weiter. ,,Wie ich bereits sagte...", seufzte Roy bitter. ,,Es ist viel furchterregender mit richtigen Menschen umzugehen."
,,Ich verstehe.", sagte Archer in seinem Büro zu Scieszka, die ihm die geforderten Dokumente gebracht hat. ,,Leider kann ich keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Dokumenten entdecken. Gibt es eventuell noch andere Dokumente, die Hughes zurückgelassen hat?" ,,Nein, keine weiteren.", antwortete Scieszka. ,,Hmm... In Ordnung.", seufzte Archer und reichte Scieszka die Dokumente. ,,Vernichten Sie diese bitte. Und kümmern Sie sich auch um die Asche." ,,Was?", rief Scieszka verdutzt. ,,Aber das sind alles gerichtliche Dokumente und..." ,,Ist mir egal.", unterbrach Archer sie.


Es war Abend geworden. ,,Labor 5 ist geschlossen worden.", unterbrach Führer King Bradley in seinem Büro, in dem er ein Buch las, resolut Archer. ,,Natürlich sind somit auch keine Aufzeichnungen mehr darüber vorhanden." ,,Diese Antwort reicht leider nicht aus.", wandte Archer ein. ,,Ich finde es einfach zu seltsam, dass es selbst von der Zeit, als es noch in Betrieb war, keine Aufzeichnungen gibt." ,,Dann müssen die dafür Zuständigen ihre Pflichten vernachlässigt haben.", meinte King Bradley. ,,Sie meinen damit Brigadier General Gran?", fragte Archer. ,,Wollen Sie mir irgendetwas damit sagen?", fragte King Bradley. ,,Ich will sagen, dass es damit keinen Fehler bei den Aufzeichnungen gab, es ist einfach die Tatsache, dass es von Anfang an keine Aufzeichnungen gab.", erklärte Archer. ,,Das ist der eindeutige Beweis dafür, dass die Aufzeichnungen unter Diskretion des Militärs zerstört worden sind. Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie sich dessen bewusst waren, Führer." Er sah zu King Bradley, der sich gedankenversunken an der Augenklappe seines linken Auges rieb. ,,Eine Chimära, die zum Teil aus einem Menschen besteht; die Verstärkung der Kraft durch den Ring der Alchemisten; beides sind bedeutende Faktoren in einem Krieg.", sprach er weiter. ,,Sie wissen schon, dass beide Dinge verboten sind, richtig?", fragte King Bradley. ,,Der derzeitige Standpunkt der Wissenschaft ist das Ergebnis, durch Versuchen und Scheitern, trial and error, wenn man so will.", erklärte Archer. ,,Nicht aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, und die Benutzung dieser Dinge zu verbieten, weil sie "gefährlich" sind, ist töricht, in meinen Augen. York J. Kimbley und Maxwell Tucker stehen beide unter meinem Befehl. Alles, was jetzt noch fehlt, ist, dass Sie die entsprechenden Befehle geben, Sir." ,,Ein weiterer Bürgerkrieg ist in Lior City ausgebrochen.", sagte Kin Bradley auf einmal. ,,Die Untersuchungseinheit hat uns ebenfalls mitgeteilt, dass sich Scar dort verstecken könnte. Dürfte ich also Ihre Stärke in Lior City testen?" ,,Ja, Sir.", antwortete Archer und verbeugte sich.
Roy wanderte mit Fury, Breda, Farman und Havoc, der niedergeschlagen hinter ihnen her ging, durch die Gasse, in der die Warenhäuser standen. ,,Also ehrlich... Erwachsene Männer jagen Geister... tse...", grummelte Roy vernehmlich. ,,Aber es ist wirklich furchterregend hier.", meinte Fury leicht ängstlich. ,,Wir sind echt froh, dass Sie hier sind, Oberst.", sagte Breda. ,,Wir werden das hier ganz schnell hinter uns bringen, damit ich endlich nach Hause kann.", fauchte Roy. Sie erreichten das Stück, in dem die Straßenlaternen kaputt waren. ,,Oh, die Straßenlaternen sind hier kaputt, deswegen gibt es hier kein Licht.", erklärte Fury. ,,Was zum Teufel treibt bitteschön die Ingenieurseinheit!?!", beschwerte sich Roy. ,,Die pennen wohl den ganzen Tag über anstatt ihre Arbeit zu erledigen!" Er zündete einen Stock mit Hilfe seiner Alchemie an, so dass sie Licht hatten. Fury sah etwas hinter sich und erschrak, als er eine riesige Schattengestalt an der Wand erblickte. ,,Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!!", kreischte er laut auf. ,,Das ist nur Ihr Schatten, Dummkopf!", fuhr Roy ihn an und verpasste ihm eine Kopfnuss. ,,Sergeant Major Fury, Schatten können auch richtig lustig sein.", meinte Farman und hielt seine Hände so, dass sie einen Schatten an die Wand warfen, der wie ein Hund aussah. ,,Sehen Sie, ein süsser Hund." Ein leichter Wind zog durch die Gasse und ließ das Feuer aufflackern, so dass der Schatten, der gerade noch wie ein Hund ausgesehen hatte, nun eher an eine wilde Bestie erinnerte. Breda, Fury und Farman schrien entstetzt auf. ,,Hören Sie auf wegen jeder Kleinigkeit wie ein zehnjähriges Mädchen zu kreischen!", brüllte Roy erzürnt. ,,Leichter gesagt als getan.", wimmerte Fury. ,,Es ist trotzdem furchterregend!", flennte Breda. ,,Ich will nach Hause...", heulte Fury. ,,Sind Sie wirklich meine Untergebenen!?!", brüllte Roy und ging schnellen Schrittes weiter. ,,Kommen Sie endlich! Ich beweise Ihnen schon, dass es so etwas wie Geister nicht gibt!" ,,Lassen Sie uns nicht allein, Oberst!", kreischte Fury heulend und rannte mit Farman und Breda, der den deprimierten Havoc hinter sich her zog, Roy hinterher. ,,So, das hier ist das Warenhaus 12.", sagte Roy und blieb vor eben jenem Warenhaus stehen. Er sah neben das Warenhaus, wo ein Acker lag. ,,Und dort ist rein gar nichts. Sehen Sie also? Wo soll jetzt also bitte dieses Warenhaus 13 sein?" ,,Es versteckt sich bestimmt, da wir in einer Gruppe unterwegs sind.", meinte Fury bibbernd. ,,Geben Sie doch einfach auf.", fauchte Roy und verpasste ihm erneut eine Kopfnuss. ,,Warten Sie, vielleicht ist es ja das da drüben.", meinte Breda und deutete auf ein Warenhaus, auf dem der Buchstabe B gemalt war, und zwar in derselben blutroten Schrift, die auch die anderen Warenhäuser zierte. ,,Der Buchstabe B... Wenn man den Strich und die 3, aus der der Buchstabe besteht, auseinanderzieht, ergibt dies die Zahl dreizehn." (Der Buchstabe B besteht aus einem I und einer 3, also ergibt das eine 13^^) ,,Ich schätze, so könnte es sein.", stimmte Farman zu. ,,Also haben Sie es aufgrund der Dunkelheit und Ihrer Angst falsch gelesen.", seufzte Roy. ,,Mann, also nichts Übernatürliches.", sagte Breda erleichtert. ,,Sehen Sie? Wie ich sagte, bloß Ihre Angst hat dazu geführt, dass Sie etwas Furchterregendes gesehen haben.", belehrte Roy sie. ,,Also waren die Geister...?", begann Fury fragend. ,,So etwas existiert nicht!", unterbrach Roy ihn genervt. ,,Gott sei Dank...", atmete Fury erleichtert auf. ,,Jetzt kann ich endlich wieder normal nach Hause gehen." ,,So, dann geh ich jetzt endlich nach Hause.", sagte Roy gähnend und ging zurück durch die Gasse. ,,Oh Mann, jetzt, da ich so erleichtert bin, krieg ich richtig Hunger.", meinte Breda und rieb sich den Bauch erwartungsvoll. ,,Warten Sie.", sagte Roy auf einmal und blieb stehen. ,,Was ist los?", fragte Fury. ,,Sehen Sie sich das an.", sagte Roy und ließ das Licht des Feuers, das immer noch am Ast brannte, auf den Acker neben Warenhaus 12 scheinen. ,,Was soll denn da sein?", fragte Fury verwirrt. ,,Sieht aus, als hätte jemand den Boden umgegraben.", meinte Breda. ,,Aber das kann nicht sein...", wandte Fury ein. ,,Farman.", sagte Roy nur. ,,Ja, Sir.", sagte Farman, betrat den Acker und grub mit den Händen an der umgegrabenen Stelle. Ein Knochen kam darunter zum Vorschein. ,,Das ist...", begann Farman erschrocken. ,,Ja, das ist ein Knochen.", sagte Roy ernst. Die anderen - außer Havoc - erbleichten. ,,Hier treibt wirklich ein Geist vom Erschießungsareal sein Unwesen!", kreischte Breda entsetzt. ,,Er ist wirklich hier!", heulte Fury. ,,Beruhigen Sie sich!", schrie Roy. ,,Selbst wenn es ein Erschießungsareal war, man hätte hier niemanden der Erschossenen begraben. Dies hier ist ein klarer Fall von Grabräuberei." Die Drei hielten verdutzt inne. ,,Dieser Knochen weist eindeutig hin, dass jemand unbefugt in dieses Militärareal, das einst ein Erschießungsareal war, eingedrungen ist.", sagte Roy und sah nachdenklich drein. ,,Kein normaler Krimineller würde einen Körper auf Militärboden begraben." ,,Könnte es sich dann um eine Vorfall innerhalb des Militärs handeln?", fragte Farman. ,,Das ist sehr gut möglich.", antwortete Roy. ,,Es ist auch möglich, dass dieser Knoche vom Körper eines Soldaten stammt." Die anderen Drei erschraken.


Am nächste Morgen begannen Fury, Farman, Breda und Havoc, immer noch in seinem eigenen Reich, mit den Grabungen im Acker an. ,,Es ist unser Priorität herauszufinden, wer das Opfer ist und woher es kommt!", rief Roy, der sie beaufsichtigte. ,,Graben Sie alles sorgfältig um! Es könnte sein, dass die Überreste über den gesamten Acker verstreut liegen!" ,,Verstanden!", rief Farma, Fury und Breda. Roy sah ihnen weiter bei der Arbeit zu, stutzte dann aber, als Shadow - Hawkeyes Hund - in aller Ruhe an ih vorbei auf den Acker schritt, einen Knochen von seinem Futter in das Loch legte, das Farman gerade buddelte, und Erde darauf grub. Anschließend kehrte er in aller Ruhe zur Wohung seines Frauchens zurück. Roy und die anderen starrten ihm sprachlos hinterher. ,,WER ZUM TEUFEL IST DAFÜR VERANTWORTLICH!?!", brüllte Roy voller Zorn los.


Hawkeye fand ihre fünf männlichen Kollegen allesamt schmollend im Büro vor. ,,Ist etwas passiert?", fragte sie leicht verdutzt. ,,Nicht wirklich.", antworteten die anderen wie aus einem Munde. Shadow bellte fröhlich. Sofort richteten die fünf Männer jeder einen äußerst wütenden Blick auf ihn. Hawkeye sah nun vollkommen verwirrt aus und wollte gerade nachfragen, was denn nun los sei, als das Telefon klingelte. Sie nahm den Hörer ab. ,,Ja.", sagte sie. Sie sah erschrocken auf und sah zu Roy. ,,Oberst, der Tiger hat seinen Zug gemacht.", sagte sie zu ihm. Roy sprang auf und rannte los.
,,Ich erwarte gute Ergebnisse.", sagte Führer King Bradley zu Archer und Armstrong, die beide in seinem Büro standen. ,,Entschuldigen Sie die Störung.", sagte Roy und trat ein. ,,Was gibt es?", fragte King Bradley. ,,Ich erbitte Erlaubnis, der Expedition zum Osten beitreten zu dürfen.", erklärte Roy und trat vor. ,,Major Armstrong wird die Leitung über die Expdition übernehmen und...", begann Archer. ,,Der Major hat damals im Ishbal-Krieg einen Nervenzusammenbruch erlitten und musste das Schlachtfeld verlassen.", unterbrach Roy ihn. ,,Ich glaube, dass es absurd ist, dem Major, der deswegen als äußerst instabil zu bezeichnen ist, die Führung zu übergeben. Desweiteren bin ich für den Bürgerkrieg in Lior City verantwortlich, da ich zu der Zeit des ersten Ausbruches im Östlichen Hauptquartier stationiert war. Bitte, lasse Sie mich der Expedition beitreten." ,,Hmm...", machte King Bradley und sah zu Armstrong. ,,Ich habe keine Einwände.", sagte Armstrong. ,,Dann ist es in Ordnung.", sagte King Bradley. ,,Oberst Roy Mustang, hiermit Befehle ich Ihnen, den Expeditionskräften beizutreten, um den Krieg im Osten zu unterdrücken." ,,Ich nehme den Befehl mit Ehre an, Sir!", rief Roy, verbeugte sich vor King Bradley und ging mit Armstrong davon. Grummelnd sah Archer ihnen hinterher. Roy und Armstrong warfen sich lächelnde Blicke zu, da ihr Plan, dass Roy mit zum Osten kommt, funktioniert hatte.


Vorschau Kapitel 38: Streit: Es gibt immer Streit, besonders unter Geschwistern...