Freitag, 5. Oktober 2007

Tales of Alchemy Kapitel 34: Die Kunst des Tötens

Winry stand in Izumis Restaurant an der Theke und starrte immer wieder zum Telefon, auf eine Nachricht von Izumi, Sig, Leon oder Fayt wartend.
Leon, Izumi und Sig waren nach draußen in eine Lagerhalle neben der Kneipe gebracht worden, wo man jedem eine riesige Decke gegeben hatte. ,,Lassen Sie mich endlich gehen!", fuhr Leon die Soldaten an, die auf ihn aufpassen sollten. ,,Ich habe Ihnen bereits alles gesagt, was ich weiss!" ,,Es tut uns furchtbar Leid, aber wir haben strikte Anweisungen von Lieutenant Oberst Archer.", sagte einer der Soldaten. ,,Hören Sie endlich auf mit dem Quatsch!", fauchte Leon. ,,Ich hab keine Zeit dafür!"
,,Willkommen zurück, Hochrotalchemist.", begrüßte Archer im Keller Kimbley, hinter dem sich Tucker versteckte. ,,York J. Kimbley. Und natürlich auch der Lebensbinderalchemist, Maxwell Tucker." ,,Ich habe mein Versprechen gehalten.", sagte Kimbley. ,,Das weiss ich.", sagte Archer und wandte sich an Tucker. ,,Es gibt keinen Grund für Sie, Angst zu haben. Ich garantiere Ihnen Ihre Sicherheit. Ich, Frank Archer, schwöre es." ,,Meine Sicherheit?", wiederholte Tucker fragend. ,,Korrekt.", entgegnete Archer nickend. ,,Sie werden mit Unterstützung des Militärs Ihre Forschungen fortsetzen können, unter meiner direkten Aufsicht, natürlich." ,,Ich kann meine Forschungen fortführen?", fragte Tucker glücklich. ,,Ja.", antwortete Archer und wandte sich an die Soldaten, die ebenfalls im Keller waren. ,,Töten Sie umgehend alle Chimären außer Tucker. Zeigen Sie keine Gnade." Die Soldaten rückten aus. Solange wir Tucker haben, können wir so viele Chimären erschaffen wie wir wollen, dachte Archer zufrieden und sah zum Beutel in seiner Hand, in dem sich Etwas Rundes befand. Und solange ich das hier habe, kann Greed mir nichts anhaben.

,,Humankind cannot gain anything without first giving something in return.
To obtain, something of equal value must be lost.
That is Alchemy´s first law of Equivalent Trade.
Some people believe that it´s the one and only truth of the world." (Auszug: Buch der Alchemie)

Überall lagen tote Chimären, wie beispielsweise der Eidechsenmann, in der Kanalisation, erschossen durch das Militär. Schließlich waren nur noch der Hundemann, Roa und Martel, die immer noch in Fayt saß, die einzigen Chimären, die Greed noch hatte. ,,Bastarde!", brüllte der Hundemann und schnetzelte sich mit seinem Schwert durch den Trupp Soldaten, der sie verfolgte. ,,Greed, hier lang!", rief Roa, der Fayt schulterte, und wollte mit Greed weiterlaufen. Doch besonders weit kamen sie nicht, denn eine Wand brach ein, und Armstrong trat mit nacktem Oberkörper dahinter hervor und warf sich in Pose. ,,Mein Name ist Alex Louis Armstrong.", sagte er, während er seine Muskeln spielen ließ. ,,Mann kennt mich auch als den Starkarmalchemisten." ,,Major!", rief Fayt freudig. Roa setzte ihn ab, zückte seinen Hammer und trat vor. ,,Übergebt mir sofort Fayton Elric.", befahl Armstrong.
,,Also ehrlich... Hier ist ja was los.", sagte Lust, die mit Gluttony zusammen von einem Dach aus das Treiben vor der Kneipe beobachtete, vergnügt. ,,Jetzt ist und Greed doch tatsächlich wegen dem Militär entkommen. Schätze, da kann man nichts machen." Sie lächelte boshaft. ,,Nun, Greed... Was wirst du jetzt tun?"
Roa holte blitzschnell mit seinem Hammer aus, während Armstrong mit einer Faust zuschlug, die den Hammer traf. Es gab einen Lichtblitz und schon war aus dem Hammer eine Miniaturausgabe von Armstrong geworden, die Roa zuzwinkerte. ,,Siehst du das?", sagte Armstrong und zwinkerte Roa ebenfalls zu. ,,Dies ist meine Ultra-Realistische-Armstrong-Kunstgestaltungs-Alchemie!" ,,Ich bin kein gewöhnlicher Gegner.", warnte Roa und warf die Miniaturausgabe Armstrongs zur Seite. ,,Ich zeige Ihnen, was ich meine." Sein ganzer Körper begann sich schlagartig aufzupumpen, und seine Fingernägel wurden zu Krallen. Fell wuchs ihm überall am Körper: Er war nun halb Mensch, halb Wolf. ,,Was zum...?!?", rief Armstrong verwundert und ging in Abwehrstellung. ,,Graaaaaaaaaaaaah!!!", brüllte Roa und stürmte mit erhobener Faust auf Armstrong zu, der gerade noch rechtzeitig auswich, so dass Roa stattdessen die Wand traf, die vollkommen zertrümmert wurde. Armstrong schlug zu und traf Roas Gesicht. Roa stolperte rückwärts und steckte noch mehr Treffer ins Gesicht ein. Schließlich packte er rechtzeitig Armstrong an der Hand, hob ihn hoch und warf ihn zu Boden. Noch bevor er sich wieder aufrappeln konnte, hatte Roa ihn wieder gepackte und schleifte ihn an der Wand entlang, Armstrongs Gesicht genau gegen die Wand gedrückt. Armstrong schaffte es, ein Bein auf den Boden zu bekommen, so dass Roa darüber stolperte, von Armstrong gepackt und sofort zu Boden geworfen wurde. Er packte Roa an den Beinen und schleuderte ihn quer durch die Kanalisation. Schwankend stand Roa wieder auf. ,,So kampfeslustig war ich schon lange nicht mehr.", sagte Armstrong belustigt. ,,Beeindruckend, Lord Armstrong.", sagte Roa. ,,Sie sind so stark wie eh und je." ,,Hmm?", machte Armstrong, leicht verwirrt. ,,Ich war auch am Massaker in Ishbal beteiligt.", erklärte Roa. ,,Ein früherer Kammerad?", sagte Armstrong überrascht. ,,Dann wirst du jetzt sofort mit mir kommen. Ergib dich." ,,Eine sinnlose Bitte.", entgegnete Roa. Soldaten stürmten hinter der Wand, die Armstrong eingeschlagen hatte, hervor. ,,Major! Bitte treten Sie zur Seite!", rief einer von ihnen. ,,Werft nicht einfach so eure Leben weg!", rief Armstrong. ,,Los, verschwinde endlich.", sagte Greed genervt zu Armstrong. ,,Und sag Kimbley und Tucker auch gleich noch, dass sie für das, was sie getan haben, bezahlen werden!" Roa schlug schnell gegen eine Wand, die die Decke einstürzen und den Weg für Armstrong und die Soldaten versperren ließ.


Langsam war es Abend geworden und die Soldaten vor dem Warenhaus warteten noch immer auf Archer. ,,Was für eine ruhige Nacht.", sagte einer von ihnen. ,,Und endlich sind die Drei da hinten endlich ruhig.", fügte ein zweiter dankbar hinzu, womit er Leon, Izumi und Sig meinte. Keiner der Soldaten hatte bemerkt, dass Leon, Izumi und Sig sich durch drei Puppen, die Leon und Izumi mit Alchemie erschaffen hatten, ausgetauscht hatten und sich zurück in die Kneipe geschlichen hatten.
Leon, der sich in der Kanalisation von Izumi und Sig getrennt hatte, um in einer anderen Richtung in der Kanalisation nach Fayt suchen zu können, kam am Wald in der Nähe Dubliths heraus.
Greed, Roa, der Hundemann, Fayt und Martel, die noch immer in Fayt saß, waren in einer kleinen Holzhütte im Wald, ganz in der nähe von Dantes Villa. ,,Tse...", machte Greed und warf die Zigarette, die er geraucht hatte, ungestüm zur Seite. ,,Wir sind die einzigen, die noch übrig sind.", grummelte er. Was sollen wir jetzt machen?, dachte er genervt. ,,Wie lange willst du noch davonrennen?", hörte er eine Frau fragen und wirbelte herum: Greed und Gluttony hatten die Hütte betreten. Roa und der Hundemann stellten sich schnell vor Greed auf. ,,Aber ich glaube eh, dass es kein Entkommen mehr für dich gibt, Greed.", fügte Lust kichernd hinzu. ,,Wer seid ihr?", fragte Greed. ,,Ich bin mir sicher, du kennst Gluttony bereits, nichts wahr?", fragte Lust. ,,Schön, dich kennenzulernen, ich bin die derzeitige Lust." ,,Ist das so?", fragte Greed, sein Gesicht auf einmal vollkommen ernst. ,,Ich weiss, das kommt sehr plötzlich, Greed, aber du hast zwei Möglichkeiten: Wirst du dich wieder versiegeln lassen? Oder wirst du hier sterben?", fragte Lust. ,,Und ich schätze, ihr beide werdet mich töten?", fragte Greed gehässig. ,,Hast du schon vergessen?", kicherte Lust. ,,Du bist ein Homunculus, und dennoch hast du dich gegen "dieses gewisse Person" gewandt. Das Ergebnis dieses Aufstandes war deine Versiegelung vor 140 Jahren." Greed grummelte. ,,"Diese gewisse Person" ist äußerst wütend.", sagte Lust und grinste boshaft. ,,Bringen wir es also zu Ende, Greed." ,,Zu Ende! Zu Ende!", gackerte Gluttony und begann zu sabbern. Der Hundemann zerschnitt mit seinem Schwert die Fesseln, die Fayts Hände aneinander banden. ,,Sorry, Kiddie, aber bitte hilf uns.", sagte der Hundemann zu Fayt. ,,Kümmer dich um Martel." ,,Roa... Dolchette...", begann Fayt verwirrt. ,,Hey!", protestierte Martel sofort. ,,Was ist hier los?!?" ,,Geh, Greed.", bat Roa Greed. ,,Überlass das uns.", sagte der Hundemann namens Dolchette. ,,Leute...", begann Greed, sprachlos. ,,Du darfst hier nicht sterben.", sagte Roa und nahm wieder seine Wolfsgestalt an. ,,Räche bitte die anderen für uns.", bat Dolchette Greed. ,,Meine Güte, was für treue Verbündete.", sagte Lust belustigt. ,,Ich bin mit einem Hund vermischt wurden. Hunde sollen nun einmal sehr treu zu ihren Herren sein, sagt man.", sagte Dolchette. ,,Ihr kommt hier nicht durch!", rief Roa. ,,Komm schon!", rief Greed Fayt zu und rannte aus der Hütte. Fayt folgte ihm. ,,Du entkommst nicht, Greed.", rief Lust ihm vergnügt hinterher und sah zu Greeds Gefolgsleuten, ein boshaftes Glitzern in den Augen.
Mehrere Vögel flogen ängstlich aus den Baumwipfeln davon. ,,Das... Das ist bei Dantes Villa!", rief Leon, der durch den Wald geirrt war, und rannte los.
Greed und Fayt rannten durch den Wald und blieben schließlich bei einer Lichtung stehen. ,,Mann, du bist echt ein braves Kerlchen.", sagte Greed zu Fayt. ,,Du hättest einfach abhauen können, weißt du." ,,Nun ja...", begann Fayt. ,,Ist ja auch egal.", unterbrach Greed ihn und sah zum Hügel hinauf, der vor ihnen lag. ,,Hey, Martel.", sagte er. ,,Ja?", fragte Martel. ,,Bleib bis zum Morgengrauen in dem Rüstungsjungen drin.", befahl Greed ihr. ,,Hä?!?", machte Martel verwirrt. ,,Wenn ich bis dahin nicht zurück bin, lauf weg.", sprach Greed weiter. ,,Greed, was hast du vor?!?", fragte Martel. Greed antwortete nichtl, sondern rannte den Hügel hinauf. Martel wollte aus Fayt hinaus, doch Fayt hielt sie zurück. ,,Lass mich raus!", bellte sie. ,,Ich sagte, mach auf, du Idiot!" ,,Das kann ich nicht!", protestierte Fayt. ,,Greed hat gesagt, du sollst hier bleiben!" ,,Halt die Klappe und lass mich raus, sonst trete ich dir in deinen Metallhintern!", schrie Martel zornig.
Greed wanderte weiter den Hügel hinauf und blieb an der Spitze stehen. ,,Und ein weiteres Mal bin ich hier.", seufzte er mit Blick auf Dantes Villa. ,,Ich frage mich, warum zögere einzutreten. Soll ich sie anflehen, mein Leben zu verschonen? Oder werde ich sie..." Er zuckte mit den Schultern und ging weiter.
,,Bist ein braver Junge, Greed.", sagte Lust, die mit Gluttony hinter den Bäumen lauerte. ,,Es läuft alles nach Plan "dieser gewissen Person"." ,,Sind wir fertig?", fragte Gluttony, sein Mund vollkommen blutverschmiert. ,,Ja, unsere Arbeit ist getan.", antwortete Lust. ,,Ich hab aber immer noch Hunger!", wimmerte Gluttony traurig.
Greed trat die Eingangstür der Villa auf und trat ein. Lächelnd trat Lyra in die Eingangshalle. ,,Wer bist denn du?", fragte Greed, leicht verwundert. ,,Der Grund, warum du hierher zurückgekehrt bist, ist, weil du hier geboren wurdest, nicht?", fragte Lyra. ,,Kleines Miststück...", fauchte Greed. Lyra führte ihn in den riesigen Ballsaal der Villa. Beim Durchschreiten des Raumes wurde Greed schlagartig schlecht und er griff sich an die Brust. Lyra schritt jedoch weiter zu einem Tisch am anderen Ende des Saales, auf dem das Skelett eines Menschen lag; nur der Schädel fehlte. ,,Was ist das?", fragte Greed, dem der Schweiß ausgebrochen war. ,,Dies sind deine Knochen.", antwortete Lyra heiter. Greed erstarrte. ,,Was zur Hölle geht hier vor?!?", schrie er sie an. ,,Was hat Dante dir erzählt?" ,,Wenn du Lady Dante meinst, sie ist da drüben.", sagte Lyra und deutete auf Dante, die, in der Mitte zerteilt, tot in einer Ecke des Saales lag. ,,Was geht hier vor?", fragte Greed, während Lyra auf eine Treppe zuschritt, die ins obere Stockwerk der Villa führte. Plötzlich gab es ein grelles Licht, und Greed schreckte zusammen und schaute zur Decke über ihm, an der ein Mutations-Zirkel angebracht war, in dessen Mitte eine Schlange eingraviert war, die sich um einen Stab wickelte: Das Zeichen der Alchemie. ,,Das kann nicht sein!", schrie Greed ängstlich, sah zu Boden und bemerkte, dass er auf einem Mutations-Zirkel stand, der genauso aussah wie der an der Decke. ,,Eine Göre wie du kann so etwas nicht vollbringen! Wer bist du?!?" Lyra lächelte fröhlich. ,,Bist du etwa...?!?", schrie Greed entsetzt auf.
Leon hatte die Villa erreicht und starrte verwirrt auf, als er das grelle Licht sah, das aus einem Raum der Villa kam.
Greed war zu Boden gesackt und begann auf einmal Rote Steine zu erbrechen, die zerschmolzen und im Mutations-Zirkel versanken. ,,Mein Leben...", röchelte er, während er noch mehr Rote Steine erbrach. ,,Mein Leben ist..." Er versuchte aus dem Zirkel zu kriechen, doch es gelang ihm nicht. Erst als er auch den letzten Roten Stein erbrochen hatte, verlor der Mutations-Zirkel seine Wirkung. Lyra war bereits über die Treppe ins nächste Stockwerk entkommen. ,,Verdammt...", keuchte Greed und stand schwankend wieder auf. ,,Hab ich dich gefunden, Greed!", brüllte Leon, der in diesem Moment den Ballsaal betrat. Greed wandte sich um und setzte schnell ein boshaftes Lächeln auf. Leon ließ seinen Blick durch den Raum schweifen und erschrak, als er die in der Mitte zerteilte Dante erblickte. ,,Dante!", rief er entsetzt. ,,Greed, was hast du getan?!?" ,,Wer weiss...", entgegnete Greed schulterzuckend. ,,Wüsste ich schließlich auch gerne." ,,Hast du das getan?!?", schrie Leon ihn an. Greed schwieg. ,,Antworte!", bellte Leon. ,,Nun, das Ganze hier interessiert mich rein gar nicht.", entgegnete Greed gähnend. ,,Warum hast du das getan?!?", schrie Leon. ,,Warum bist du bis hierher gekommen, um deinen kleinen Bruder zu retten?", fragte Greed. ,,Weil Fayt mein kleiner Bruder ist!", rief Leon. ,,Bist du bereit?", fragte Greed. ,,Wo ist Fayt?!?", fragte Leon. ,,Gib ihn mir zurück!" ,,Wenn du ihn zurückhaben willst, weißt du, was du zu tun hast.", meinte Greed. Leon ging in Kampfstellung, während Greeds Körper erneut ganz und gar zu Stahl wurde.
Fayt rang immer noch mit Martel, die mit aller Kraft zu entkommen versuchte.
Greed holte aus und schlug auf Leon ein, der die Attacken mit seinem Auto-Mail-Arm, der immer mehr zerstört wurde, abwehrte. Schließlich durchbrach Greed Leons Abwehr und schlug ihm mehrmals ins Gesicht. Leon duckte sich schnell und konterte mit einem Schlag seines Auto-Mails in Greeds Gesicht. Bei Greed zeigte sich keinerlei Verletzung, wohingegen Leons Auto-Mail noch weiter zerstört wurde. ,,Was ist los?", fragte Greed den erschrocken dreinblickenden Leon. ,,Das nennst du bereit?" Er schlug Leon gegen einen Tisch in der Ecke, der beim Aufprall Leons zusammenbrach. ,,Korrigiere mich!", rief Greed verächtlich. ,,Ich bin doch schließlich ein Fehler, oder?" Leon rappelte sich langsam wieder auf. ,,Ich hab es dir doch schon einmal gesagt...", sagte Greed. ,,Wenn du mich besiegen willst..." ,,Muss ich bereit sein, dich zu töten.", beendete Leon den Satz. ,,Richtig?" ,,In der Tat.", entgegnete Greed. ,,Heh... Was für ein großartiger Auto-Mail.", sagte Leon mit Blick auf seinen halb zerstörten Auto-Mail-Arm. ,,Selbst in diesem Zustand kann ich ihn noch bewegen." Er sah wieder zu Greed. ,,Los geht´s!" Er stürmte auf Greed zu und holte mit seinen Fäusten aus. Greed wich den Angriffen aus, packte Leon und hob ihn hoch. Schnell klatschte Leon in die Hände und berührte Greeds Arm. es gab einen Lichtblitz, und Greed ließ Leon erschrocken los. ,,Hast du mich aber gerade erschreckt, Kurzer.", lachte Greed hämisch. ,,Ich dachte schon, dir wäre etwas eingefallen, womit du mich plattmachen kannst." Er ging auf Leon zu, der wieder am Boden lag. ,,Jetzt bin ich am Zug!" Er holte nach Leon aus, der im selben Moment in die Hände klatschte und mit seiner Auto-Mail-Faust gegen Greeds Faust schlug. Einen Moment passierte gar nichts, dann wurde Greeds Arm, mit dem er nach Leon ausgeholt hatte, schlagartig zu einem Arm aus Fleisch, Knochen, Nerven und Sehnen. ,,Was zum...?!?", stammelte Greed und wich erschrocken zurück. Er sah zu seiner Hand aus Haut und Knochen hinab. ,,Was hast du mit meinem Schild emacht?!?", schrie er. ,,Es ist ziemlich simpel, wenn man mal darüber nachdenkt.", sagte Leon schulterzuckend. ,,Man kann nicht etwas einfach so aus dem Nichts heraus erschaffen. ,,Mit anderen Worten erschaffst du diesen Schild mit Hilfe von etwas Anderem. Die Zusammensetzung eines Homunculus´ ist dieselbe wie bei einem Mensch, richtig? Und es gibt ein Element im Körper eines Menschen, das sich sich verändern und extrem hart und abnutzungsresistent werden kann. Dieses Element nennt sich Karbon, welches ein drittel des menschlichen Körpers ausmacht. Karbonatome ändern ihre Härte, abhängig vom Grad, in dem sie gebunden werden, so dass die Härte von der Stärke eines Bleistiftes bis zur Härte eines Diamanten reichen kann." Greed ließ die Hand wieder zu Stahl werden. Leon stürmte erneut auf Greed zu, der ausholte. Leon duckte sich, klatschte in die Hände und berührte Greeds linke Rippen, die sofort zu Fleisch und Muskeln wurden, und schlug dagegen. Greed keuchte auf und ging zu Boden. ,,Wo ist Fayt?!?", fragte Leon ungeduldig. ,,Ich hab noch nicht verloren...", stöhnte Greed. ,,Der Kampf ist vorbei.", korrigierte Leon ihn. ,,Dein kleiner Bruder hat es dir doch gesagt, oder?", fragte Greed, stand wieder auf und ließ die getroffene Stelle wieder zu Stahl werden. ,,So leicht sterbe ich nicht." ,,Dann schlage ich dich so lange hier durch den Raum, bis du mir sagst, wo er ist.", meinte Leon. Greed lachte vergnügt. ,,Hört sich gut an, dieser ganze Wissenschaftskram ist nämlich äußerst langweilig.", sagte er. ,,Ich hatte nicht weniger von dir erwartet." Leon sah zu Greed, klatschte in die Hände und ließ seinen Auto-Mail-Arm zu einem Dolch werden. ,,Komm schon!", rief Greed und ging in Abwehrstellung. ,,Und wie ich komme!", schrie Leon, rannte los und holte mit seinem Dolch nach Greed aus, der zur Seite sprang, auf der anderen Seite des Raumes landete und zu Gegenangriff ansetzte. Leon wich mit einem Sprung aus und trat im Sprung nach Greed, der den Tritt abblockte und nach Leon ausholte, der sich mit einem Rückwärtssalto rettete. Greed holte erneut aus, doch Leon duckte sich, drehte ein Rad und trat Greed ins Gesicht. Und während Greed noch zurücktorkelte, klatschte Leon in die Hände und berührte Greeds Magengegend. Greed schlug erneut nach Leon, der auswich und seinen Dolch in Greeds Magengegend rammte, die nun aus Haut und Muskeln bestand. Schlagartig nahm Greed wieder seine ursprüngliche Form an. ,,Sehr gute... Arbeit...", keuchte er und sank zu Boden, Blut ins Strömen fließend. ,,Wo ist Fayt?", fragte Leon. ,,Ich hab ihn schon lange laufen lassen.", antwortete Greed röchelnd und spuckte eine Unmenge Blut. ,,Greed...", begann Leon verdutzt. ,,Weißt du... Homunculi werden geboren, wenn ihr euch an einer Menschlichen Mutation versucht...", sagte Greed mit zittriger Stimme. ,,Wenn wir Homunculi in die Nähe der Knochen des toten Menschen kommen, den wir eigentlich hätten werden sollen, werden wir gelähmt. Das ist unsere Schwäche..." ,,Warum erzählst du mir das?", fragte Leon. ,,Weil du sie besiegen kannst...", röchelte Greed. ,,Ich wollte nicht erneut versiegelt werden." ,,Greed... du...", begann Leon. ,,Ich bin schließlich habsüchtig.", meinte Greed. ,,Ich lebe mein Leben... so wie ich es will..." Er spuckte noch mehr Blut und landete mit dem Gesicht voran am Boden. ,,Greed!", rief Leon entsetzt. ,,Besieg sie...", stöhnte Greed. ,,Ich überlasse... sie dir..." Er zuckte noch ein paar Mal, dann verkrampfte er sich und hörte auf zu atmen. ,,H-Hey...", begann Leon zaghaft. Greed reagierte nicht. ,,Das kann... nicht sein...", stammelte Leon. ,,Greed..." Er schüttelte Greed, der sich absolut nicht regte. ,,Hey!", rief Leon, leichte Panik in ihm aufkommend. ,,Was ist los mit dir?!? Du willst mich verarschen, richtig?!?" Er trat wütend gegen Greed. ,,Steh auf! Selbst wenn ich dich vermöbelt und durchstochen habe, kannst du als Homcunulus nicht sterben!!!" Greed lag weiterhin reglos da. ,,Hey, Greed!", schrie Leon verzweifelt. Tränen begannen ihm das Gesicht hinabzurinnen. Er schrie lauthals auf, ließ sich fallen und schlug wie wild mit den Fäusten auf den Boden ein.
Während Archer mit einem Militärauto zum Hauptquartier zurückkehrte, gab es plötzlich ein Knacken von dem Beutel in seinem Schoß her. ,,Was zum..?!?", stammelte er, griff in den Sack und holte die Überreste eines Schädels hervor, der zu dem toten Menschen gehörte, der Greed eigentlich durch die fehlgeschlagene Menschliche Mutation hätte werden sollen. Kimbley, der neben Archer saß, lächelte zufrieden.


Der nächste Morgen brach an, und Martel, die von Fayt endlich hinausgelassen wurde, sah mit ausdruckslosem Gesicht hinauf zum Himmel. Schließlich stand sie auf und ging los. ,,Martel...", begann Fayt. ,,Ähm..." Martel sah ihn kurz an, dann ging sie weiter davon.
Leon kniete immer noch am Boden und sah an die Stelle, wo Greed gelegen hatte und schließlich zu Asche zerfallen war.


Mit Hilfe von Izumi richteten Leon und Fayt Gräber für Dante und Greed im Garten her. ,,Dante ist also tot.", seufzte Izumi. ,,Ja.", sagte Leon traurig. ,,Als ich ankam, war sie bereits..." Er sah zu Boden. ,,Ich frage mich, wohin Lyra verschwunden ist."


Gegen Mittag standen Leon, Fayt und Winry am Stadtrand, bereit, sich von Izumi und Sig zu verabschieden. ,,Sensei, es tut uns wirklich Leid.", sagte Leon. ,,Wir werden nach Ishbal gehen." ,,Wenn wir hier noch länger bleiben, werden wir Ihnen nur noch mehr Ärger bereiten.", sagte Fayt. ,,Und das Militär könnte hinter Ihnen her sein.", warnte Leon Izumi. ,,Sie sollten sich für eine Weile verstecken." ,,Ohje, ich weiss, dass es mit mir vorbei ist, wenn ihr beide euch Sorgen macht.", sagte Izumi belustigt. Leon und Fayt sahen zu Boden. ,,Wollt ihr beide wirklich gehen?", fragte Izumi. ,,Ja!", antwortete Fayt entschlossen. ,,Egal was passiert, wir müssen unsere Reise fortsetzen, bis wir unsere alten Körper zurück haben.", sagte Leon. ,,Wir werden uns wiedersehen.", sagte Izumi. ,,Ja.", sagte Leon und nickte.
Die Drei schritten davon, davon ins Ungewisse...


Vorschau Kapitel 35: Wiedersehen der Narren: Der Ring der Alchemisten ist ein Instrument, das Glück und Unglück verursacht. Doch ist es wert, Glück zu bekommen, wenn auch das Unglück folgt?