Langsam kam Leon keuchend wieder zu sich und sah zum grinsenden Greed auf, der vor ihm stand. Ein Pfiff gellte von der Villa her. Leon versuchte sich aufzurappeln. ,,Es könnte ziemlich nervig werden, wenn du uns folgst, Kurzer.", sagte Greed, packte Leon am Kragen und hob ihn hoch. ,,Vielleicht sollte ich dir einfach ein Bein brechen." Greed wollte gerade ausholen, als er Dante und Lyra sah, die ihn von einem Fenster aus beobachteten. ,,Tse...", machte Greed, schlug Leon in den Magen, warf ihn zu Boden und ging mit Kimbley davon.
,,Humankind cannot gain anything without first giving something in return.
To obtain, something of equal value must be lost.
That is Alchemy´s first law of Equivalent Trade.
Some people believe that it´s the one and only truth of the world." (Auszug: Buch der Alchemie)
Leon rannte die Straßen Dubliths entlang, auf der Suche nach dem entführten Fayt. Niemand, den er fragte, hatte Fayt gesehen. Er wurde verzweifelter und verzweifelter.
Lyra stand in der Küche von Dantes Villa und reparierte die zerbrochenen Porzellanteller mit Hilfe eines Mutations-Zirkels und ihrer Alchemie.
Im Garten saß Dante an einem Tisch und trank Tee, während sie sich mit Izumi unterhielt, die mit ihrem Mann ebenfalls im Garten war. ,,Also, wo sind sie?", fragte Izumi Dante. ,,Fayt ist entführt worden, und Leon ist nun hinter den Entführern her.", antwortete Dante mit leichten Sorgenfalten im Gesicht. ,,Also hast du ihn einfach gehen lassen?", fragte Izumi ungläubig. ,,Dies hier hat einer der Entführer in meinem Garten fallen lassen.", sagte Dante und legte eine Streichholzschachtel auf den Tisch. ,,Ich habe es erst gefunden, als Leon schon weg war." ,,Devil´s Nest?", las Izumi verwundert von der Schachtel ab. ,,Ich hab gehört, es soll eine Kneipe sein, die am Rande von Dublith liegt.", erklärte Dante. ,,Du machst dir Sorgen um Fayt, nicht wahr?" ,,Das ist nicht deine Schuld.", sagte Izumi zu ihr. ,,Wenn es das gewesen wäre, hätte ich nicht zugelassen, dass sie diesen Ort verlässt.", sagte Dante und sah traurig zum Wald. ,,Außerhalb dieses Waldes, in der realen Welt, tobt der Konflikt noch immer.", sagte sie. ,,Die Funken des Konflikts werden größer und größer, während Boshaftigkeit die Flammen nährt. Die Flamme brennt im Gegenzug alles in ihrer Umgebung nieder und breitet sich unglaublich schnell aus. Warum hören die Menschen nicht auf zu kämpfen...?" ,,Nicht jeder benutzt die Alchemie so, wie du es tust, abgelegen in diesem Wald.", sagte Izumi. ,,Solange diese beiden Jungen den Ring der Alchemisten suchen, wird nichts als Unglück sie auf ihrem Weg begleiten.", seufzte Dante." Sie sah sah zu Izumi. ,,Warum hast du sie nicht aufgehalten?" ,,Weil sie die Antwort selbst finden müssen.", antwortete Izumi. ,,Und was auch immer die Antwort sein mag, wird sie wenigstens eine andere Antwort sein als deine, Dante." ,,Ich kann es immer noch nicht glauben.", sagte Dante wehmütig. ,,Es ist, weil wir beide anders sind.", erklärte Izumi. ,,Unsere Art zu leben, unsere Alchemie..." Sie wandte sich zum Gehen. ,,Willst du ihnen hinterher?", fragte Dante. ,,Ja.", antwortete Izumi. ,,Lebewohl, Izumi.", verabschiedetete sich Dante. Izumi ging davon, begleitet von ihrem Mann. ,,Wir werden uns wahrscheinlich nie wieder sehen.", sagte Dante, stand auf und ging in die Villa zurück, um nach Lyra zu suchen.
In der Kneipe Devil´s Nest war volles Haus. Niemand der Gäste dort wusste, dass Fayt, seine Hände gefesselt, im Keller saß, in ihm noch immer Martel, bewacht von dem hundeähnlichen Mann. ,,Sorry, aber ich muss dich im Auge behalten.", sagte Martel gähnend. ,,Ich weiss, wie verrückt sich das anfühlen muss, aber versuch es zu ertragen." ,,Ist schon in Ordnung, ich hab mich bereits dran gewöhnt.", sagte Fayt. ,,Aber bitte berühr mein Blutsiegel nicht, denn ich würde sterben, würdest du es tun." ,,Verstanden.", sagte Martel. Fayt wandte sich zu dem hundeähnlichen Mann, der auf mehreren Kisten in einer Ecke saß. ,,Hey, warum seid ihr eigentlich alle zu Chimären geworden?", fragte Fayt. ,,Wir waren einst im Militär.", begann den Hundemann zu erzählen. ,,Bei einem Kampf an der Östlichen Front wurden wir schwer verletzt. Als unser Tod schon so gut wie sicher war, wurden wir in ein Forschungsgebäude gebracht, um Versuchskaninchen zu werden." ,,Labor 5?", fragte Fayt. ,,Genau dort.", antwortete Martel. ,,Der Mann, der uns da rausgeholt hat, ist Greed." ,,Greed?", wiederholte Fayt fragend. ,,Er hat uns allen ein Zuhause gegeben.", sagte der Hundemann. ,,Wie wahr das doch ist.", sagte Greed, der im selben Moment mit Roa und mehreren anderen Chimären den Keller betrat. ,,Nun, dies ist ein Ort, an dem Außenseiter oder Leute, die Versteck suchen, leben." ,,Tucker?", sagte Fayt verdutzt, als er Tucker erblickte, dessen Gesicht unter dem Umhang, den er trug, hervorschaute. Tucker zuckte zusammen. ,,Tucker? Warum sind Sie...?" ,,D-Du darfst das nicht falsch verstehen.", stotterte Tucker mit seiner Flüsterstimme. ,,Ich bin nicht aus freien Stücken hier." ,,Der einzige, der uns Chimären heilen kann, ist dieser Doktor hier.", sagte eine der Chimären mit Blick auf Tucker. Tucker ließ den Kopf hängen, während Greed vortrat und Fayt den Kopf abnahm. ,,Wow! Beeindruckend.", rief er begeistert. ,,Wie Doktor Tucker gesagt hat, die Rüstung ist wirklich leer. ,,I-Ich bin nicht derjenige, der ihnen gesagt hat, sie sollen dich entführen.", versicherte Tucker Fayt. Greed setzte Fayt wieder den Kopf auf. ,,Schön dich kennenzulernen, Kiddie.", begrüßte Greed ihn. ,,Meine Name ist Greed. Hoffe, wir kommen gut miteinander aus. Fayt erblickte das rote Dreieck, bestehend aus drei kleineren Dreiecken, umgeben von einem Höllenhund, auf Greed linker Hand: Das Ouroboros-Zeichen, das jeder Homunculus an einer Stelle seines Körpers trug. ,,Das Tatto von Ouroboros...", stammelte er. ,,Oh?", machte Greed. ,,Du weißt also, was das ist, wie? Dann wird unsere Unterhaltung ja noch schneller vonstatten gehen." ,,Das macht dich also zu einem Verbündeten von Envy, Lust und den anderen.", fauchte Fayt. ,,Neee, wir sind eher Feinde statt Verbündete, schätze ich.", sagte Greed. ,,Warum habt ihr mich dann entführt?", fragte Fayt. ,,Dein Name ist Fayt, richtig?", fragte Greed und beugte sich zu Fayt hinab. ,,Wie fühlt es sich also an, wenn seine Seele an eine leere Hülle gebunden ist, wodurch du nie sterben kannst?" Fayt antwortete nicht. Greed seufzte und stand wieder auf. ,,Die Seele eines Lebewesens zu mutieren und sie an ein anderes Objekt zu binden... Das bedeutet mit anderen Worten, dass du nie Hunger verspürst, nie Erschöpfung... und altern tust du erst recht nicht.", sagte Greed. ,,Menschen nennen es "ewiges Leben", richtig?" ,,Ewiges Leben?", wiederholte Fayt. ,,Deswegen hast du mich entführen lassen?" ,,Ich bin habsüchtig, weißt du...", sagte Greed grinsend. ,,Ich will Geld, Frauen, Ansehen, Ehre... Ich will alles in dieser Welt haben! Das schließt auch ewiges Leben mit ein! Verstehst du jetzt? Du kannst mir dabei helfen. Kooperier also gefälligst. Tust du dies nicht, suche ich nach dem Geheimnis deiner Seele, selbst wenn ich dich dafür auseinandernehmen muss!" ,,Das ist idiotisch.", sagte Fayt. ,,Du bist eine böse Person." ,,Du kannst zwar versuchen, dich mir zu widersetzen, aber hier ist niemand, der dir helfen kann.", erinnerte Greed ihn. ,,Mein großer Bruder war immer für mich da.", sagte Fayt. ,,In diesem Moment sucht er nach mir." ,,Vor ihm hab ich aber keine Angst.", sagte Greed. ,,Ich hab ihn vorhin ganz leicht ausgeknockt." ,,Du bist wirklich eine böse Person!", schrie Fayt und kratzte mit seinem Finger einen Mutations-Zirkel in den Boden. Eine Hand aus Stein schoss aus dem Boden und schlug Greed in den Magen. ,,Du hast nicht aufgepasst.", sagte Fayt zufrieden. ,,Jetzt befreie ich mit Hilfe dieses Mutations-Zirkels und dann..." ,,Ja? Was willst du dann tun?", fragte Greed, der einfach unbeeindruckt dastand, so als hätte ihm der Schlag rein gar nichts getan, und zerbrach die Steinhand. Er packte Fayt und stieß ihn zu Boden. ,,Und jetzt beruhige dich, Kiddie.", sagte Greed zu ihm. ,,Und tut mir Leid, Martel. Hab vergessen, dass du da drin warst." Martel war auf einmal richtig schlecht in der Rüstung. ,,Ahahahaha.", lachte Greed. ,,Ich mag impulsive Personen. Aber so kannst du mich nicht ausschalten. Wenn du mich schlagen willst, musst du so etwas in der Art machen..." Roa holte mit dem Hammer aus und schlug Greed den Kopf ab, der zusammen mit dem restlichen Körper des Homunculus zu Boden fiel. ,,Warum hast du das gemacht?", schrie Fayt entsetzt Roa an. ,,Er war doch dein Freund, richtig?!?" Doch er erschrak, als Greeds Körper wieder aufstand und ihm ein neuer Kopf nachwuchs. ,,Ich bin bereits einmal gestorben.", sagte Greed vergnügt und wandte sich dann zu Roa um. ,,Hey, konntest du nicht ein wenig sanfter sein?" ,,Vergebt mir.", entschuldigte scih Roa. Greed wandte sich wieder zu Fayt um und sagte: ,,Selbst wenn mein Körper sich immer wieder regeneriert, bedeutet das nicht, dass ich ein ewiges Leben habe." Auf einmal gab es ein starkes Beben von oberhalb der Kneipe her. Es gab einen Lichtblitz von der Wand her, und schon erschien eine Eisentür, die langsam aufging. ,,Großer Bruder!", rief Fayt glücklich, erstarrte dann aber, als er Izumi und ihren Mann erblickte, die durch die Tür schritten. ,,Leute, entschuldigt die Störung.", sagte Izumi. ,,S-Sensei...", stammelte Fayt. ,,Hey, Lady, wer zum Teufel sind Sie?", fragte Greed leicht verwundert Izumi. ,,SEINE LEHRERIN!!!", brüllte Izumi und warf den bewusstlosen Türsteher, der sie nicht in die Kneipe hatte lassen wollen, in eine Ecke.
Leon rannte immer noch durch die Gassen Dubliths und stutzte, als er in einer Gasse mehrere Soldaten stehen sah. Er wollte gerade in eine andere Richtung davonrennen, als jemand rief: ,,Warte, Leonard Elric." Es war Armstrong, der auf Leon zukam. ,,Du suchst nach deinem kleinen Bruder, oder?" ,,Haben Sie mich verfolgt?", fragte Leon. Armstrong antwortete nicht. ,,Haben Sie einfach nur rumgestanden und haben zugesehen, wie Fayt entführt wurde!?!", fuhr Leon ihn an. ,,Wir folgen ihnen ebenfalls.", sagte Armstrong. ,,Die Sicherheit deines kleinen Bruders ist jedoch nicht unsere erste Priorität..." ,,Halten Sie die Klappe!", schrie Leon. ,,Wir werden jeden Moment das Versteck der Chimären stürmen.", fuhr Armstrong unbeirrt fort. ,,Fayton Elric sollte bei ihnen sein." ,,Sagen mir, wo dieser Ort ist!", bellte Leon. ,,Eine Kneipe namens Devil´s Nest.", antwortete Armstrong.
Izumi hatte alle Chimären bis auf Tucker, der sich ängstlich in einer Ecke versteckt hatte, niedergeschlagen. ,,Hey, nun hören Sie doch mal auf.", sagte Greed genervt zu ihr. ,,Schöne Manieren haben Sie." ,,Bist Sie der Anführer?", fragte Izumi ihn und ging auf ihn zu. ,,Danke, dass Sie sich um mein Kind gekümmert haben. Ich nehme ihn jetzt wieder mit nach Hause." ,,Das kann ich aber nicht zulassen.", entgegnete Greed. ,,Schön.", seufzte Izumi und verpasste ihm einen kräftigen Schlag ins Gesicht. ,,Alles an Ihnen ist so unerwartet.", sagte Greed, der einfach nur stehen blieb. Izumi sah auf und sah, dass die Stelle, die sie an Greeds Gesicht getroffen hatte, auf einmal aus Stahl war, da sich die Haut abgepellt hatte durch ihren Schlag. ,,Sind denn Ihre Finger nicht gebrochen?", fragte Greed. Izumi wich zurück und besah sich ihre rote, schmerzende Hand. ,,Sensei!", rief Fayt besorgt. ,,Heh...", machte Greed, während ihm die Haut wieder nachwuchs. ,,Sie haben aber einen richtig komischen Körper.", sagte Izumi. ,,Schätze mal, ja.", kicherte Greed. ,,Es ist einfach nur so, dass ich nicht so leicht blaue Flecken bekomme." ,,Ist das so?", sagte Izumi. ,,Dann muss ich wohl ernst machen." ,,Sensei, wo ist mein großer Bruder?", fragte Fayt. ,,Das sollte ich dich fragen.", entgegnete Izumi leicht wütend. ,,Ich bin enttäuscht, dass ihr beide noch nicht einmal eine simple Besorgung für mich machen könnt." ,,Ähm...", stammelte Fayt. ,,Wenn ich hier fertig bin, könnt ihr euch schon mal auf schöne Standpauke vorbereiten.", fauchte Izumi mit drohendem Blick. Fayt kreischte auf und stotterte ängstlich: ,,T-Tut m-m-mir Lei-Leid!" Izumi wandte sich wieder Greed zu, klatschte in die Hände und berührte den Boden, der aufwirbelte und Greed erfasste. ,,Ohne Mutations-Zirkel?!?", schrie Tucker erstaunt auf. Greed war vom Boden umwickelt. ,,Warum sind Sie nicht ausgewichen?", fragte Izumi. ,,Ich habe nicht vor gegen eine Frau zu kämpfen.", antwortete Greed schlicht. ,,Ich will einfach nur das Geheimnis seiner Mutation erfahren." Er sah zu Fayt. ,,Wenn Sie es kennen, was dann?", fragte Izumi. ,,Werde ich ewiges Leben und alles andere in dieser Welt erhalten.", entgegnete Greed. ,,Dieses Gespräch bringt uns nicht weiter.", seufzte Izumi und klatschte in die Hände. Eine Faust aus Stein schoss aus dem Boden und schlug Greed mit voller Wucht ins Gesicht. ,,Sie haben es geschafft!", jubelte Fayt, erschrak dann jedoch, als die Hand zu Staub zerfiel. Die Stelle an Greed, die die Hand getroffen hatte, war kurzzeitig aus Stahl, dann wuchs die Haut wieder nach. ,,Haben Sie mir denn eben nicht zugehört?", fragte Greed. ,,Ich krieg nicht so schnell blaue Flecken." Die anderen Chimären waren wieder zu sich gekommen und umzingelten Izumi und ihren Mann. Greed zerstörte sein Gefängnis aus Stein und grinste. Sig trat vor Izumi. ,,Liebling?", fragte Izumi verdutzt. ,,Ich habe es satt, nur zuzuschauen und nichts zu tun.", sagte Sig. ,,Ich...", begann Izumi und dachte an ihr gestorbenes Kind zurück, dass sie damals auf den Mutations-Zirkel gelegt hatte, um es im "Tor" auszusetzen. ,,Ich darf nicht..." Dachte zurück, wie die Schattengestalten es zu sich ins Tor geholt hatten... Dachte an Leon und Fayt, die unbedingt ihre Schüler hatten werden wollen... ,,... noch mehr..." Dachte daran, wie die beiden sich angefühlt hatten, als sie nach der Tracht Prügel in ihre Arme genommen hatte. ,,Ich darf nicht noch mehr von meinen Kindern verlieren!" ,,Ja, stimmt.", sagte Sig und nickte. ,,Meine Güte.", seufzte Greed. ,,Habt ihr denn immer noch nicht genug?" Sig packte sich die beiden Chimären die vor Greed standen, während Izumi schreiend auf Greed zustürmte, der ihrem Angriff auswich. Sie ließ sich zu Boden fallen und trat gegen Greed, der ins Stolpern kam. Schnell klatschte sie in die Hände und ließ einen Speer aus dem Boden schießen, mit dem sie auf Greed losging. Schließlich drängte sie Greed gegen die Wand zurück und wollte gerade zustechen, als sie zu Bodne brach und Blut spuckte. ,,Izumi!", schrie Sieg, umgeben von Chimären, erschrocken. ,,Sensei!", rief Fayt änsgtlich. Izumi keuchte und spuckte noch mehr Blut. ,,Nun, sieht aus, als hätten Sie es ein wenig übertrieben, nicht, Lady?", meinte Greed, packte sie am Kragen und hob sie hoch. ,,Sie sollten jetzt besser aufgeben.", sagte er drohend zu Sig, der sofort seine Fäuste sinken ließ. ,,Das ist zwar nicht meine Art, aber..." Er hielt eine Faust an Izumis Gesicht. ,,... Sie wissen, was passiert, wenn Sie sich wehren, richtig?" ,,Nimm deine dreckigen Finger von ihr!", schrie jemand von der Eisentür her. Im Raum versammelten wirbelten herum und erblickten Leon.
Das Militär machte sich bereit, die Kneipe zu stürmen.
,,Und diesmal haben wir den großen Bruder hier, wie?", sagte Greed vergnügt. ,,Sieht so aus, als wären wir jetzt vollzählig." Leon sah sich in den Raum um. ,,Tucker!", rief er verdutzt, als er Tucker sah, der sich in einer Ecke versteckte. ,,L-Leonard!", stammelte Tucker. ,,Sie auch?!?", fauchte Leon und wandte sich zu Greed. ,,Ich werde dir nicht vergeben. Du hast nicht nur Fayt entführt, sondern auch noch Sensei verletzt..." ,,Na, na, na... Alles, was du tun musst, ist mir zu verraten, wie man eine Seele an ein Objekt bindet, und ich...", begann Greed. ,,Klappe!", unterbrach Leon ihn. ,,Ich werde mir Sensei und Fayt jetzt zurückholen!" ,,Sei vorsichtig, großer Bruder! Er ist ein Homunculus!", warnte Fayt. ,,Hey, ich hab ´ne Geisel hier, wisst ihr.", sagte Greed mit Blick auf Izumi. ,,Ich verstehe, kein Wunder...", murmelte Leon, nicht auf Greed achtend, und stürmte los, die Chimären, die sich ihm den Weg stellten, verprügelnd. ,,Mann, niemand hört hier auf mich...", seufzte Greed und bemerkte nicht, wie Izumi wieder zu sich kam, ihn packte und durch den Raum schmiss. ,,Sensei!", rief Leon, ließ zwei Chimären zusammenkrachen und sprang zu Izumi. ,,Jetzt, Leon!", rief diese und klatschte mit Leon gleichzeitig in die Hände. Sie berührten den Boden und ließen ein Meer aus riesigen Stacheln aus Stein über Greed hereinbrechen. Doch die Stacheln zerbrachen und Greed blieb vollkommen unverletzt, bis auf die abgerissene Haut, unter der nun sein Stahlkörper zu sehen war. ,,Ich hab es doch bereits gesagt, ich bin der "Ultimative Schild".", sagte Greed grinsend. Izumi spuckte wieder Blut und ging zu Boden. ,,Izumi!", schrie Sig, schlug mehrere Chimären zur Seite und rannte zu Izumi. Langsam wurden sie von den noch stehenden Chimären umzingelt. ,,Na, na, wartet.", mischte sich Greed ein. ,,Ich möchte einen Kampf, Mann gegen Mann." ,,Bitte kümmern Sie sich um Sensei.", sagte Leon zu Sig und trat vor. Die Chimären machten Platz. ,,Du solltest besser mit der Absicht gegen mich kämpfen, mich zu töten.", meinte Greed. ,,Werde ich!", sagte Leon und ließ seinen Auto-Mail-Arm zu einem Dolch werden. ,,Ich werde dir auf jeden Fall gehörig in den Hintern treten!" Er rannte los.
Das Militär stürmte die Kneipe.
Kimbley befand sich in einem abgelegenen Teil der Kneipe, der schwer bewacht wurde. Die Wachen hatte er bereits ausgeschaltet und stand nun vor einem großen Tresor.
Leons Dolch traf Greeds Arm, von dem sich die Haut abpellte und Stahl darunter zum Vorschein kam. Schnell klatschte Leon und berührte den Boden, aus dem mehrere Steinblöcke schossen, die Greed erwischt hätten, wäre er nicht ausgewichen. Den Moment, den Greed zum Ausweichen benötigte, nutzte Leon, sprang in die Höhe und schlug erneut auf Greed ein. ,,Das nützt nichts!", schrie Greed, blockte den Angriff mit seiner Hand ab und schlug Leon von sich weg. ,,Mann, woher sollte ich denn auch wissen, dass diese Typen so was von begriffsstutzig sind?", seufzte Greed. ,,Was?", fragte Leon zornig. ,,Ich hätte nie gedacht, dass ihr, die ihr doch so sorgfältig euer Ziel verfolgt, ein Tabu begehen und nicht verstehen würdet, was ich vorhabe.", erklärte Greed. ,,Vergleich mich nicht mit dir!", schrie Leon. ,,Aber wir sind uns nun einmal ähnlich.", meinte Greed. ,,Es spielt keine Rolle, ob wir Homunculi oder Menschen sind. Wir leben einfach, um unsere Ziele zu verfolgen, richtig?" ,,Was meinst du damit?", fragte Leon. ,,Ihr sucht doch den Ring der Alchemisten, nicht?", sagte Greed. ,,Der Ring der Alchemisten ist mir egal.", entgegnete Leon. ,,Alles, was ich will, ist meinem kleinen Bruder seinen alten Körper zurückzugeben." ,,Es wäre aber besser für ihn, wenn er so bleiben würde.", meinte Greed. ,,Was zum Teufel weißt du schon!?!", brüllte Leon. ,,Entscheide nicht einfach so Dinge für andere! Ich habe nicht die Absicht mit dir zu verhandeln! Wenn ihr Homunculi Fehler seid, die von Alchemisten erschaffen worden sind, dann sollten diese Fehler auch von Alchemisten korrigiert werden." ,,Nun, in Ordnung.", sagte Greed lächelnd. ,,Ich wollte dir das eigentlich nicht zeigen, weil ich dadurch ziemlich hässlich werde, aber da mir dein Kampfgeist so sehr gefällt, werde ich jetzt ernst machen." Schlagartig verschwand die ganze Haut von seinem Körper, der sich in eine Masse aus purem Stahl verwandelte. ,,Dies ist meine wahre Form.", sagte er und sah Leon mit gebleckten Reißzähnen, ebenfalls aus Stahl, an. ,,Komm schon, Kleiner!" Leon stürmte los, sprang in die Luft, packte Greeds Kopf mit beiden Füßen und rammte dessen Kopf in den Boden. Greed blieb eine kurze Zeit stehen, dann stand er wieder auf und renkte sich das gebrochene Genick wieder ein. ,,Hat gar nicht weh getan.", kicherte er. ,,Ist das dein Ernst?", fragte Leon geschockt. ,,Meine Körperstruktur und die Zusammensetzung sind dieselbe wie zuvor...", sagte Greed. ,,Der "Ultimative Schild", wie?", sagte Leon und schluckte. ,,Du hast noch nie jemandengetötet, oder?", fragte Greed. ,,Was willst du mir damit sagen?", fragte Leon. ,,Ich sage damit, dass dir die Nerven dazu fehlen.", antwortete Greed. ,,So kannst du mich nicht schlagen, und die anderen Homunculi erst recht nicht. Keine Sorge, ich werde dir schon die Nerven dazu geben."
Mehrere Soldaten stürmten den Raum, in dem sich Kimbley befand und den Tresor leergeräumt hatte. ,,Yo!", begrüßte Kimbley sie freudig.
,,Greed!", schrie eine Chimära, die in den Keller gerannt war. ,,Es gibt Ärger! Das Militär..." Doch weiter kam er nicht, da eine Kugel direkt durch seinen Kopf jagte. Schnell schlossen Roa und der Hundemann die Stahltür und blockierten sie. ,,Verdammt, das ruiniert unseren Kampf ja vollkommen.", seufzte Greed genervt. ,,Bist du sicher, es ist gut, so entspannt zu sein?", fragte der Hundemann. Die Soldaten hämmerten gegen die Stahltür. ,,Verfallt nicht in Panik.", sagte Greed. ,,Es gibt niemanden im Militär, der uns schlagen könnte..." Eine Wand explodierte, hinter der Kimbley und Archer zum Vorschein kamen. ,,Kimbley, was...?", begann Greed, erstarrte dann aber, als er den Beutel in Archers Hand sah, in dem sich etwas Rundes befand. ,,Bastard!", schrie Greed und verwandelte sich in seine ursprüngliche Form zurück. ,,Du hast und verraten?!?" Kimbley lächelte boshaft. Roa schlug mit seinem Hammer eine weitere Wand ein, die in die Kanalisation führte. ,,Greed, hier lang!", rief er. Greed rannte mit den Chimären los. ,,Warte!", rief Leon und wollte ebenfalls losrennen, wurde aber vom Hundemann hinterrücks zu Boden geschlagen. ,,Mann sieht sich, Kind.", sagte er, während sich Roa Fayt schnappte und mit ihm davonrannte. ,,Ich lasse euch nicht entkommen!", schrie Leon und stand auf. Mehrere Soldaten zielten mit ihren Gewähren auf ihn. ,,Was?", fragte Leon ungestüm. ,,Bitte wehren Sie sich nicht.", sagte einer der Soldaten. ,,Nicht wehren?", wiederholte Leon. ,,Was ist hier...?" ,,Lieutenant Oberst Archer will mit Ihnen reden.", unterbrach der Soldat ihn. ,,Bitte kommen Sie mit uns." ,,Die haben meinen kleinen Bruder mitgenommen!", schrie Leon. ,,Ich kann nich einfach..." Die Soldaten zielten auf sein Herz. ,,Das ist ein Befehl.", sagte ein Soldat.
Greed und seine Leute rannten weiter durch die Kanalisation davon.
Vorschau Kapitel 34: Die Kunst des Tötens: Der Kampf um Fayt geht in die nächste Runde!
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