,,Er schenkt Fröhlichkeit im Angesicht mit der Verzweiflung, Sieg im Kampf, und die Wiedererweckung der Toten: Es ist der Stein, der so rot wie Blut ist. Die Menschen nennen diesen Stein mit Ehrfurcht den "Ring der Alchemisten".", las Fayt bedrückt eine Stelle aus den entschlüsselten Forschungsdokumenten. Immer noch stand Ross wie paralysiert vor der Tür. Leon hatte sich, das Gesicht in die Hände vergraben, auf eine Stuhl gesetzt. ,,Kann das wahr sein?", fragte er sich laut. ,,Großer Bruder...", begann Fayt. ,,Die Antwort, nach der wir so lange gesucht und endlich gefunden haben... ist dies?", fragte Leon. ,,Der Ring der Alchemisten gebraucht lebende Menschen als Zutat... und nicht nur ein Leben, sondern unzählige!"
,,Humankind cannot gain anything without first giving something in return.
To obtain, something of equal value must be lost.
That is Alchemy´s first law of Equivalent Trade.
Some people believe that it´s the one and only truth of the world." (Auszug: Buch der Alchemie)
Endlich kehrten die Elric-Brüder nach langer Zeit wieder in den Appartement-Block für Soldaten zurück, der sich in der Nähe des Hauptquartiers befand, und gingen sofort auf ihr Appartement.
Später am Abend kam dann Armstrong vorbei, der auf ihr Appartement hinauf gehen wollte. ,, Major! Bitte warten Sie! Major Armstrong!", rief Ross und stellte sich ihm auf der Treppe in den Weg. ,,Ja?", fragte Armstrong ungeduldig. ,,Ich glaube nicht, dass Sie dort hinaufgehen sollten...", meinte Ross unsicher. ,,Die beiden scheinen mir momentan sehr erschöpft zu sein, also sollten Sie sie nicht stören." ,,Was? Erschöpft?", wiederholte Armstrong. ,,Dann lade ich sie zum Abendessen ein und ordere ihnen etwas, was ihnen ihre Kräfte auflädt." Er wollte weitergehen. ,,Nein, das meinte ich doch nicht...", begann Ross schnell. ,,Sie ruhe sich gerade aus.", log sie schnell. ,,Ich sage ihnen später, dass Sie hier waren, Major." ,,Ich verstehe.", sagte Armstrong. ,,Ich schätze, ich kann nicht viel mit ihnen tun, wenn sie schlafen." Er verließ den Appartement-Block wieder. Ross seufzte erleichtert auf und sah besorgt die Treppe hinauf.
Leon lag auf der Couch des Appartements, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und sah hinauf zur Decke, wo ein alter Deckenventilator Kühle spendete. Fayt saß am Boden und lehnte sich gegen die Couch. ,,Gott scheint diejenigen, die seine Tabus brechen, wohl auf ewig zu hassen.", sagte Leon auf einmal. Er streckte seinen Auto-Mail-Arm in Richtung Decke aus. ,,Wann immer wir auch glauben, die Antwort sei zum Greifen nahe, entgleitet sie uns wieder. Das ist uns jetzt schon so oft passiert." Er ballte die Metallhand zu einer Faust. ,,Und wenn wir endlich die Antwort finden, schmeißt es uns sozusagen glatt von einer Klippe." Er seufzte und legte die Hand über seine Augen. ,,Werden wir für immer in diesen Formen bleiben?" ,,Großer Bruder...", begann Fayt. Leon rollte sich zur Seite. ,,Wir dachten, unser Wunsch würde Wahrheit werden, sobald wir nur den Ring der Alchemisten gefunden hätten.", sagte Leon. ,,Und wir werden ihn finden!", sagte Fayt entschlossen und richtete sich auf, so dass er über die Couch zu Leon schauen konnte. ,,Wir werden uns hart anstrengen, wie sonst auch! Selbst wenn dich die Leute einen Militärhund nennen, oder sagen, dass du deine Seele für die vielen Privilegien, die das Militär mit sich bringt, verkauft hast, du und ich sind so weit gekommen, weil wir nie aufgegeben haben! Also... Also werden wir ihn auf jeden Fall finden, großer Bruder... Wir werden ihn finden..."
Ross, die den beiden Jungen das Abendessen bringen wollte und schon die Hand am Türknauf gehabt hatte, ließ eben jene Hand wieder sinken und starrte mitleidig zu Boden.
Es war gegen elf Uhr nachts. Während Leon immer noch auf der Couch lag, das Gesicht zur Lehne gewandt, und zu schlafen versuchte, sammelte Fayt die vielen Blätter von Marcohs Forschungsdaten auf, die über den Tisch verteilt lagen, und sortierte sie. ,,Großer Bruder...", sagte er schließlich. Leon antwortete nicht. ,,Fangen wir noch einmal ganz von vorne an." ,,Vergiss es.", murmelte Leon. ,,Vielleicht haben wir etwas bei den Forschungsdaten falsch verstanden.", meinte Fayt. ,,Ich sagte, vergiss es.", fauchte Leon. ,,Aber wenn wir es noch einmal lesen, könnten wir vielleicht etwas Neues darin finden!", meinte Fayt stur. ,,Ich werde dir helfen, also versuchen wir es!" ,,Ich hab doch gesagt, vergiss es!", brüllte Leon wütend und holte nach den geordneten Dokumenten aus, die Leon in seine Richtung hielt. Doch dabei traf er nicht nur die Forschungsdaten, deren Blätter nun durchs Zimmer flogen, sondern auf eine Tasse, die auf dem Tisch gestanden hatte und nun gegen Fayt sauste, wo sie zerschellte. Leon erstarrte. ,,Großer Bruder...", begann Fayt ungläubig und kleinlaut; hätte er nicht diesen Metallkörper gehabt, hätten die Scherben der Tasse ihn schwer verletzen können. Die Tür wurde aufgestoßen und eine besorgte Ross und ein schlaftrunkener Brosch betraten das Appartement. ,,Was ist los?", fragte Ross und stutzte, als sie die Seiten der Foschungsdaten sah, die über dem Boden verstreut lagen. ,,Tut mir Leid...", entschuldigte sich Leon bei Fayt, sah zu Boden und legte sich dann wieder auf die Couch, das Gesicht erneut zur Lehne gewandt. ,,Ich will mir das nicht noch einmal anschauen..." ,,Großer Bruder...", murmelte Fayt. Ross beugte sich zu Boden und begann die Seiten eine nach der anderen aufzuheben. ,,Sind Sie zufrieden mit den Antworten?", fragte sie Leon dabei. Fayt sah zu ihr. ,,Werden Sie es auch nicht bereuen, wenn Sie jetzt aufhören?", fragte Ross weiter. Sie sammelte die Seiten auf, die über dem Tisch verstreut waren. ,,Können Sie die Sache, nach der Sie beide gesucht haben, so leicht vergessen?" Fayt begann ihr zu helfen. ,,Sie wissen rein gar nichts, also reden Sie bitte nicht so, als täten sie es.", entgegnete Leon genervt. ,,Doch, ich tue es.", sagte Ross und legte die Forschungsdaten auf den Tisch. ,,Ich weiss, dass Sie beide nach dem Ring der Alchemisten suchen." Fayt und Leo sahen sie erschrocken an. ,,Und ich weiss, dass er erschaffen wird, indem man lebende Menschen dafür opfert." Leon sprang auf. ,,W-Was?!?", stammelte Brosch entsetzt. ,,Obwohl ich weiss, dass es unhöflich ist, habe ich Sie belauscht.", gestand Ross. ,,Wenn Sie es gehört haben, dann sollten Sie es doch verstehen.", sagte Leon zu ihr und sah zu Boden. ,,Es gibt keinen Grund, sich das noch weiter anzusehen. Lassen Sie uns einfach in Ruhe!" Er warf sich wieder auf die Couch zurück. ,,Sie sind also doch nur ein Kind.", seufzte Ross. ,,Was!?!", brüllte Leon und sprang erneut auf. ,,Sie haben Angst vor der Antwort, nicht wahr?", fragte Ross. ,,Sie wollen es nur nicht zugeben, dass die Dinge, die Sie bis jetzt getan haben, alle sinn- und nutzlos waren." Leon erstarrte. ,,Liege ich falsch?", fragte Ross. Leon sah zu Boden, während Ross ihm in die Augen schaute. Er verbarg sein Gesicht mit der Auto-Mail-Hand. ,,Ich glaube, es war gut so, auch wenn es alles umsonst war.", meinte Ross. Leon sah sie unsicher an. ,,Ich glaube, dass es nicht umsonst war, zu untersuchen, ob das, was sie getan haben, es wert war oder nicht.", fuhr Ross fort. ,,Die Sache, nach der Sie beide suchen, ist nicht so leicht aufgebbar, richtig?" Sie lächelte ihn an. ,,Warum strengen Sie sich nicht einfach noch ein bisschen mehr an, Leonard?" Sie reichte ihm die Foschungsdaten. Er nahm sie entgegen und besah sie sich. ,,Sie haben Recht.", sagte er schließlich. ,,Die Antwort wird sich nicht ändern, selbst wenn wir aufgeben oder uns hinlegen." ,,Großer Bruder!", sagte Fayt erleichtert. ,,Wir sind soweit gekommen, wir können jetzt nicht aufgeben!", rief Leon. ,,Ich werde weiter machen, bis zum bitteren Ende! Fangen wir an, Fayt!" ,,Okay!", stimmte Fayt zu, was Ross freudig lächeln ließ.
Die Vier setzten sich zusammen an den Tisch und begannen zu arbeiten. ,,Marcohs Forschungen sind in der Theorie perfekt.", begann Leon, mehrere Seiten gleichzeitig studierend. ,,Aber es ist ihm nicht gelungen, den vollständigen Ring der Alchemisten zu erschaffen." ,,Vielleicht gibt es noch eine andere Methode als Alternative.", meinte Fayt. ,,Ja.", stimmte Leon zu. ,,Und ich werde die Wahrheit von Marcohs Theorie mit meinen eigenen Augen bestätigen!" Er erstarrte. ,,Wahrheit?", wiederholte er langsam und kramte in seiner Hosentasche, aus der er das Blatt Papier hervorholte, dass Marcoh damals fallen gelassen hatte.
Später am Abend kam dann Armstrong vorbei, der auf ihr Appartement hinauf gehen wollte. ,, Major! Bitte warten Sie! Major Armstrong!", rief Ross und stellte sich ihm auf der Treppe in den Weg. ,,Ja?", fragte Armstrong ungeduldig. ,,Ich glaube nicht, dass Sie dort hinaufgehen sollten...", meinte Ross unsicher. ,,Die beiden scheinen mir momentan sehr erschöpft zu sein, also sollten Sie sie nicht stören." ,,Was? Erschöpft?", wiederholte Armstrong. ,,Dann lade ich sie zum Abendessen ein und ordere ihnen etwas, was ihnen ihre Kräfte auflädt." Er wollte weitergehen. ,,Nein, das meinte ich doch nicht...", begann Ross schnell. ,,Sie ruhe sich gerade aus.", log sie schnell. ,,Ich sage ihnen später, dass Sie hier waren, Major." ,,Ich verstehe.", sagte Armstrong. ,,Ich schätze, ich kann nicht viel mit ihnen tun, wenn sie schlafen." Er verließ den Appartement-Block wieder. Ross seufzte erleichtert auf und sah besorgt die Treppe hinauf.
Leon lag auf der Couch des Appartements, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und sah hinauf zur Decke, wo ein alter Deckenventilator Kühle spendete. Fayt saß am Boden und lehnte sich gegen die Couch. ,,Gott scheint diejenigen, die seine Tabus brechen, wohl auf ewig zu hassen.", sagte Leon auf einmal. Er streckte seinen Auto-Mail-Arm in Richtung Decke aus. ,,Wann immer wir auch glauben, die Antwort sei zum Greifen nahe, entgleitet sie uns wieder. Das ist uns jetzt schon so oft passiert." Er ballte die Metallhand zu einer Faust. ,,Und wenn wir endlich die Antwort finden, schmeißt es uns sozusagen glatt von einer Klippe." Er seufzte und legte die Hand über seine Augen. ,,Werden wir für immer in diesen Formen bleiben?" ,,Großer Bruder...", begann Fayt. Leon rollte sich zur Seite. ,,Wir dachten, unser Wunsch würde Wahrheit werden, sobald wir nur den Ring der Alchemisten gefunden hätten.", sagte Leon. ,,Und wir werden ihn finden!", sagte Fayt entschlossen und richtete sich auf, so dass er über die Couch zu Leon schauen konnte. ,,Wir werden uns hart anstrengen, wie sonst auch! Selbst wenn dich die Leute einen Militärhund nennen, oder sagen, dass du deine Seele für die vielen Privilegien, die das Militär mit sich bringt, verkauft hast, du und ich sind so weit gekommen, weil wir nie aufgegeben haben! Also... Also werden wir ihn auf jeden Fall finden, großer Bruder... Wir werden ihn finden..."
Ross, die den beiden Jungen das Abendessen bringen wollte und schon die Hand am Türknauf gehabt hatte, ließ eben jene Hand wieder sinken und starrte mitleidig zu Boden.
Es war gegen elf Uhr nachts. Während Leon immer noch auf der Couch lag, das Gesicht zur Lehne gewandt, und zu schlafen versuchte, sammelte Fayt die vielen Blätter von Marcohs Forschungsdaten auf, die über den Tisch verteilt lagen, und sortierte sie. ,,Großer Bruder...", sagte er schließlich. Leon antwortete nicht. ,,Fangen wir noch einmal ganz von vorne an." ,,Vergiss es.", murmelte Leon. ,,Vielleicht haben wir etwas bei den Forschungsdaten falsch verstanden.", meinte Fayt. ,,Ich sagte, vergiss es.", fauchte Leon. ,,Aber wenn wir es noch einmal lesen, könnten wir vielleicht etwas Neues darin finden!", meinte Fayt stur. ,,Ich werde dir helfen, also versuchen wir es!" ,,Ich hab doch gesagt, vergiss es!", brüllte Leon wütend und holte nach den geordneten Dokumenten aus, die Leon in seine Richtung hielt. Doch dabei traf er nicht nur die Forschungsdaten, deren Blätter nun durchs Zimmer flogen, sondern auf eine Tasse, die auf dem Tisch gestanden hatte und nun gegen Fayt sauste, wo sie zerschellte. Leon erstarrte. ,,Großer Bruder...", begann Fayt ungläubig und kleinlaut; hätte er nicht diesen Metallkörper gehabt, hätten die Scherben der Tasse ihn schwer verletzen können. Die Tür wurde aufgestoßen und eine besorgte Ross und ein schlaftrunkener Brosch betraten das Appartement. ,,Was ist los?", fragte Ross und stutzte, als sie die Seiten der Foschungsdaten sah, die über dem Boden verstreut lagen. ,,Tut mir Leid...", entschuldigte sich Leon bei Fayt, sah zu Boden und legte sich dann wieder auf die Couch, das Gesicht erneut zur Lehne gewandt. ,,Ich will mir das nicht noch einmal anschauen..." ,,Großer Bruder...", murmelte Fayt. Ross beugte sich zu Boden und begann die Seiten eine nach der anderen aufzuheben. ,,Sind Sie zufrieden mit den Antworten?", fragte sie Leon dabei. Fayt sah zu ihr. ,,Werden Sie es auch nicht bereuen, wenn Sie jetzt aufhören?", fragte Ross weiter. Sie sammelte die Seiten auf, die über dem Tisch verstreut waren. ,,Können Sie die Sache, nach der Sie beide gesucht haben, so leicht vergessen?" Fayt begann ihr zu helfen. ,,Sie wissen rein gar nichts, also reden Sie bitte nicht so, als täten sie es.", entgegnete Leon genervt. ,,Doch, ich tue es.", sagte Ross und legte die Forschungsdaten auf den Tisch. ,,Ich weiss, dass Sie beide nach dem Ring der Alchemisten suchen." Fayt und Leo sahen sie erschrocken an. ,,Und ich weiss, dass er erschaffen wird, indem man lebende Menschen dafür opfert." Leon sprang auf. ,,W-Was?!?", stammelte Brosch entsetzt. ,,Obwohl ich weiss, dass es unhöflich ist, habe ich Sie belauscht.", gestand Ross. ,,Wenn Sie es gehört haben, dann sollten Sie es doch verstehen.", sagte Leon zu ihr und sah zu Boden. ,,Es gibt keinen Grund, sich das noch weiter anzusehen. Lassen Sie uns einfach in Ruhe!" Er warf sich wieder auf die Couch zurück. ,,Sie sind also doch nur ein Kind.", seufzte Ross. ,,Was!?!", brüllte Leon und sprang erneut auf. ,,Sie haben Angst vor der Antwort, nicht wahr?", fragte Ross. ,,Sie wollen es nur nicht zugeben, dass die Dinge, die Sie bis jetzt getan haben, alle sinn- und nutzlos waren." Leon erstarrte. ,,Liege ich falsch?", fragte Ross. Leon sah zu Boden, während Ross ihm in die Augen schaute. Er verbarg sein Gesicht mit der Auto-Mail-Hand. ,,Ich glaube, es war gut so, auch wenn es alles umsonst war.", meinte Ross. Leon sah sie unsicher an. ,,Ich glaube, dass es nicht umsonst war, zu untersuchen, ob das, was sie getan haben, es wert war oder nicht.", fuhr Ross fort. ,,Die Sache, nach der Sie beide suchen, ist nicht so leicht aufgebbar, richtig?" Sie lächelte ihn an. ,,Warum strengen Sie sich nicht einfach noch ein bisschen mehr an, Leonard?" Sie reichte ihm die Foschungsdaten. Er nahm sie entgegen und besah sie sich. ,,Sie haben Recht.", sagte er schließlich. ,,Die Antwort wird sich nicht ändern, selbst wenn wir aufgeben oder uns hinlegen." ,,Großer Bruder!", sagte Fayt erleichtert. ,,Wir sind soweit gekommen, wir können jetzt nicht aufgeben!", rief Leon. ,,Ich werde weiter machen, bis zum bitteren Ende! Fangen wir an, Fayt!" ,,Okay!", stimmte Fayt zu, was Ross freudig lächeln ließ.
Die Vier setzten sich zusammen an den Tisch und begannen zu arbeiten. ,,Marcohs Forschungen sind in der Theorie perfekt.", begann Leon, mehrere Seiten gleichzeitig studierend. ,,Aber es ist ihm nicht gelungen, den vollständigen Ring der Alchemisten zu erschaffen." ,,Vielleicht gibt es noch eine andere Methode als Alternative.", meinte Fayt. ,,Ja.", stimmte Leon zu. ,,Und ich werde die Wahrheit von Marcohs Theorie mit meinen eigenen Augen bestätigen!" Er erstarrte. ,,Wahrheit?", wiederholte er langsam und kramte in seiner Hosentasche, aus der er das Blatt Papier hervorholte, dass Marcoh damals fallen gelassen hatte.
Bibliothek in Central City, erste Abteilung
"Die echte Wahrheit, versteckt hinter der Wahrheit"
Tim Marcoh
Dies stand auf dem Blatt geschrieben. ,,Die echte Wahrheit, versteckt hinter der Wahrheit.", las Leon. ,,Wahrheit, versteckt hinter... Ich verstehe! Da muss noch etwas dahinter stecken!" Er breitete eine Karte Central Citys über den Tisch aus. ,,Laut den Forschungsdaten, benötigt man für die Erschaffung des Rings der Alchemisten eine größräumige Einrichtung.", sagte er und ließ den Blick über die Karte schweifen. ,,Es gibt derzeitig vier Alchemie-Labore im Besitz des Militärs.", sagte Brosch. ,,Von denen war Doktor Marcoh damals in Labor 3 stationiert." ,,Wir haben bereits alle Labore in der Stadt untersucht, kurz nachdem ich ein Nationaler Alchemist wurde, aber sie haben keine großen Forschungen betrieben.", sagte Leon. ,,Hmm? Was ist mit diesem?", fragte Fayt und deutete auf ein Labor auf der Karte, das mit Labor 5 versehen war. ,,Oh, das war einmal Labor 5...", erklärte Brosch. ,,Aber man hat es verlassen. Jetzt ist es ein verbotenes Areal, da es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass es einstürzen könnte.",,Das ist der Ort.", sagte Leon entschieden. ,,Labor 5 ist der Ort." Die anderen sahen ihn verdutzt an. ,,Schaut genau hin.", sagte Leon und deutete auf ein Gefängnis, das direkt an Labor 5 grenzte. ,,Ein Gefängnis ist direkt in der Nähe." ,,Gefängnis Nummer 2...", meinte Ross. ,,Was soll daran so besonders sein?" ,,Der Ring der Alchemisten benötigt Menschenleben als Zutat.", erinnerte Leon sie. ,,Also sollte man ihn dann nicht an einem Ort erforschen, wo es leicht ist, an Menschen zu kommen?" Die anderen Drei erstarrten vor Entsetzen. ,,Sie haben die Gefangenen benutzt?!?", rief Brosch erschrocken, auf einmal kreidebleich. ,,Ja.", antwortete Leon und kreiste Labor 5 mit einem roten Filzstift ein. ,,Es würde alles Sinn ergeben, wenn sie die, die zum Tode verurteilt wurden, einfach nicht umbringen, sondern sie als Zutaten für den Ring benutzen." Er wandte sich an Ross. ,,Wer hat die Aufsicht über Labor 5?" ,,Brigadier General Basque Gran...", antwortete Ross traurig. ,,Er wurde vor ein paar Tagen von Scar ermordet.", fügte Brosch hinzu. Leon sah erneut zur Karte. ,,Großer Bruder?", fragte Fayt. ,,Sehr schön.", sagte Leon zufrieden und stand auf. ,,Gehen wir und untersuchen Labor 5 auf eigene Faust." ,,Okay.", sagte Fayt und stand ebenfalls auf. ,,W-Warten Sie!", mischte sich Ross ein. ,,Von hier an ist es die Aufgabe eines Erwachsenen. Und Scar ist immer noch hinter Ihnen her. Es ist zu gefährlich, jetzt hinauszugehen." ,,Aber dennoch...", begann Leon. ,,Wir werden Labor 5 untersuchen, also warten Sie bitte hier.", sagte Ross und deutet auf sich selbst und Brosch. ,,Ich werde Ihnen über alles Bericht erstatten, was wir dort finden! Bitte!" Sie verbeugte sich vor ihm. ,,Großer Bruder...", sagte Fayt und sah zu Leon. Leon sah sie eine Zeit lang unentschlossen an, dann sagte er: ,,In Ordnung. Wir überlassen es Ihnen." Ross strahlte fröhlich. ,,Ich zähle auf Sie." ,,Ja, Sir! Verlassen Sie sich nur auf uns!", sagte Ross und verließ mit Brosch das Appartement.
Fünf Minuten später waren Leon und Fayt aus dem Fenster geflüchtet und auf dem Weg zu Labor 5.
Fünf Minuten später waren Leon und Fayt aus dem Fenster geflüchtet und auf dem Weg zu Labor 5.
Scieszka, die in Hughes´ Büro saß und die Gerichtsdokumente, die sich in der ersten Abteilung befunden hatten, aus ihren Erinnerungen heraus aufschrieb, ließ ihren Kopf stöhnend auf den Tisch knallen. ,,Second Lieutenant Hughes...", stöhnte sie. ,,Ich bin fertig mit dem Protokoll zur dreitausendzweihundertsechsundreißigten Gerichtsverhandlung." ,,Oh, wirklich?", fragte Hughes, während er telefonierte und sprach in den Hörer: ,,Tut mir Leid, warten Sie einen Moment?" Dann wandte er sich wieder Scieszka zu und sagte: ,,Schreiben Sie bitte als Nächstes das Protokoll zum neuntausendfünfhundertzweiundsiebzigsten Fall auf." Scieszka erstarrte. ,,Die Unterlagen werden morgen benötigt, also beeilen Sie sich." ,,J... Ja...", sagte Scieszka, den Tränen nah. ,,Was ist los?!? Sind Sie müde?!?", fragte Hughes, auf einmal vollkommen gut gelaunt. ,,Nein, ganz und gar nicht...", begann Scieszka schnell. ,,Hier!", sagte Hughes und schob ihr ein Bild von seiner Tochter Elysea fast ins Gesicht, auf dem sie einen Schwimmanzug trug und in einem Planschbecken stand. ,,Sehen Sie genau hin, dieser Badeanzug ist eine spezielle Anfertigung gewesen, nur für mein kleines Prinzesschen! Sehen Sie auch genau hin?" Er schob es ihr noch mehr ins Gesicht. ,,Ist sie nicht so süss, dass Sie am liebsten dahinschmelzen würden? Jetzt, da Sie dieses Bild gesehen haben sind Sie nicht mehr müde, nicht wahr? Nicht wahr?!?" ,,J-Ja...", antwortete Scieszka schnell und wich ängstlich mit ihrem Stuhl vor Hughes zurück. ,,Nicht wahr? Nicht wahr? Die Schönheit meiner Tochter heilt jeden!", schwärmte er, das Telefonat längst vergessen. ,,Second Lieutenant! Ist etwas passiert?", drang es aber schließlich laut aus dem Hörer zu ihm. ,,Also, was ist mit Scars Körper?", fragte Hughes in den Hörer. ,,Noch nicht gefunden?", wiederholte er. ,,Verstanden. Versuche Sie, Personal von unserer Einheit zur Unterstützung auszusenden."
Gegen Mitternacht erreichten die beiden Elric-Brüder Labor 5, das von hohen Steinmauern umgeben war. Das Gittertor war fest versiegelt, und direkt hinter der Mauer war ein Draht gespannt. ,,Ein Sicherheitsalarm?", wunderte sich Fayt. ,,Ziemlich schwere Überwachung für einen Ort, der nicht mehr benutzt wird.", meinte Leon. ,,Das macht diesen Ort nur noch verdächtiger.", sagte Fayt. ,,In Ordnung, gehen wir von hinten rein.", schlug Leon vor. ,,Okay.", sagte Fayt und rannte mit ihm zur Rückseite des Gebäudes. Was sie jedoch nicht bemerkt hatten, waren diese seltsamen Objekte aus Glas, die an der Mauer angebracht waren und jeden ihrer Schritte verfolgten. Auf der Rückseite blieben die beiden stehen. ,,Auf geht´s.", sagte Leon, sprang auf Fayts Schultern und weiter auf die Spitze der Mauer, auf der sich Stacheldraht befand, auf dem er mit seinem linken Metallbein landete und sich gleichzeitig mit seiner Metallhand darauf abstützte. ,,Ist schon traurig, aber in Situationen wie diesen bin ich schon ganz froh, dass das nicht mein normales Bein und mein normaler Arm sind.", seufzte Leon, frizzelte den Stacheldraht auf und ließ ihn zu Fayt hinab, der daran hochkletterte. ,,Dem stimme ich zu.", sagte Fayt. Sie rannten durch den Innenhof und kamen an der Eingangstür an, die ebenfalls versiegelt war. ,,Hier gibt´s auch kein Durchkommen.", murmelte Leon. ,,Großer Bruder, da.", sagte Fayt und deutete auf einen kleinen Lüftungsschacht in Höhe von Fayts Kopf in der Nähe der Tür. Leon stellte sich auf Fayts Schultern, nahm das Drahtgitter ab und schaute in den dunklen Schacht hinein. ,,Sieht aus, als würde er tief in das Labor hinein führen.", meinte er. ,,Fayt, du wartest hier." ,,Wirst du denn alleine klarkommen?", fragte Fayt unsicher. ,,Selbst wenn ich nicht klarkomme, du passt mit diesem riesigen Körper nicht hindurch.", sagte Leon und kroch in den Schacht. ,,Und rein ins Vergnügen." ,,Ich bin nicht so riesig, weil ich es wollte...", schmollte Fayt am Boden.
Im Appartement-Block standen Ross und Brosch an einem Telefon. ,,Hier spricht Lieutenant Ross.", sprach Ross in den Hörer. ,,Bitte holen Sie Major Armstrong an den Hörer." Sie wartete.
Gegen Mitternacht erreichten die beiden Elric-Brüder Labor 5, das von hohen Steinmauern umgeben war. Das Gittertor war fest versiegelt, und direkt hinter der Mauer war ein Draht gespannt. ,,Ein Sicherheitsalarm?", wunderte sich Fayt. ,,Ziemlich schwere Überwachung für einen Ort, der nicht mehr benutzt wird.", meinte Leon. ,,Das macht diesen Ort nur noch verdächtiger.", sagte Fayt. ,,In Ordnung, gehen wir von hinten rein.", schlug Leon vor. ,,Okay.", sagte Fayt und rannte mit ihm zur Rückseite des Gebäudes. Was sie jedoch nicht bemerkt hatten, waren diese seltsamen Objekte aus Glas, die an der Mauer angebracht waren und jeden ihrer Schritte verfolgten. Auf der Rückseite blieben die beiden stehen. ,,Auf geht´s.", sagte Leon, sprang auf Fayts Schultern und weiter auf die Spitze der Mauer, auf der sich Stacheldraht befand, auf dem er mit seinem linken Metallbein landete und sich gleichzeitig mit seiner Metallhand darauf abstützte. ,,Ist schon traurig, aber in Situationen wie diesen bin ich schon ganz froh, dass das nicht mein normales Bein und mein normaler Arm sind.", seufzte Leon, frizzelte den Stacheldraht auf und ließ ihn zu Fayt hinab, der daran hochkletterte. ,,Dem stimme ich zu.", sagte Fayt. Sie rannten durch den Innenhof und kamen an der Eingangstür an, die ebenfalls versiegelt war. ,,Hier gibt´s auch kein Durchkommen.", murmelte Leon. ,,Großer Bruder, da.", sagte Fayt und deutete auf einen kleinen Lüftungsschacht in Höhe von Fayts Kopf in der Nähe der Tür. Leon stellte sich auf Fayts Schultern, nahm das Drahtgitter ab und schaute in den dunklen Schacht hinein. ,,Sieht aus, als würde er tief in das Labor hinein führen.", meinte er. ,,Fayt, du wartest hier." ,,Wirst du denn alleine klarkommen?", fragte Fayt unsicher. ,,Selbst wenn ich nicht klarkomme, du passt mit diesem riesigen Körper nicht hindurch.", sagte Leon und kroch in den Schacht. ,,Und rein ins Vergnügen." ,,Ich bin nicht so riesig, weil ich es wollte...", schmollte Fayt am Boden.
Im Appartement-Block standen Ross und Brosch an einem Telefon. ,,Hier spricht Lieutenant Ross.", sprach Ross in den Hörer. ,,Bitte holen Sie Major Armstrong an den Hörer." Sie wartete.
,,Was gibt es, Lieutenant?", fragte Armstrong, der ans Telefon gegangen war.
,,Major, es gibt da etwas, das ich gerne mit Ihnen bereden würde.", begann Ross, stoppte aber, als sie Schüsse von der Eingangshalle fallen hörte. ,,Was zum...?!?", rief Brosch verdattert, als im nächsten Moment eine Alarmglocke gellte.
Mehrere Soldaten lagen tot in der Eingangshalle, die, die noch lebten, feuerten wie wild auf Scar, der sich hinter dem Mobiliar versteckte. ,,Hey! Informier das Hauptquartier und hol Hilfe!", rief ein Soldat vom Gerichtshof, der für Leons und Fayts Schutz zuständig war, einem anderen Soldaten zu. ,,Ja, Sir!", rief der Soldat und wollte losrennen. Im nächsten Moment gab es eine Explosion, und der Soldat, der ihm die Anweisung gegeben hatte, war tot. Scar stürmte nun auf ihn zu. Der Soldat schoss schreiend auf ihn, doch Scar wich den Kugeln aus, packte den Soldaten an der Kehle und hob ihn hoch. ,,Mit euch habe ich nichts am Hut.", sagte Scar zu ihm. ,,Wo ist der Metalljunge!?!"
Sekunden später stürmten Ross, Brosch und mehrere Soldaten bewaffnet in die Eingangshalle. Ross erschrak, als sie die eingestürzte Treppe erblickte, die hinauf in die Appartements führte. ,,Wir lassen zwei Leute hier!", rief Ross den anderen zu. ,,Der Rest folgt mir eine andere Treppe hinauf! Wir müssen so schnell wie möglich in das Appartement der Elrics!"
Stöhnend, da seine alten Wunden, die er vom Kampf gegen Lust und Gluttony davongetragen hatte, wieder aufgerissen waren, trat Scar die Tür zu Leons und Fayts Appartement ein, das vollkommen im Dunkeln lag und verlassen war. Er sah sich um und erblickte die vielen Papiere und den Stadtplan auf dem Tisch. Er berührte die Papiere, und sogleich begann das Tattoo auf seinem Arm zu leuchten. Die Schrift auf dem Papier verschwand, so als würde sie in den Arm Scars gezogen werden. Eine Kugel aus Buchstaben entstand, die Scar eingiebig studierte. ,,Also weiss der Metallalchemist auch davon?", wunderte sich Scar, dem die Kugel aus Buchstaben etwas zu sagen schien. Er erblickte Labor 5, das auf dem Stadtplan mit rotem Filzstift markiert war. ,,Hab ich dich...", sagte Scar zufrieden und schrak hoch, als Ross zusammen mit Brosch und den Soldaten ins Appartement stürmte. ,,Hände hoch, Scar!", befahl Ross und zielte mit ihrem Revolver auf Scar. Schnell rannte Scar los und sprang aus dem Fenster, mehrere Pistolenkugeln ihn nur knapp verfehlend. Ross rannte zum Fenster und sah nach draußen, doch von Scar war keine Spur mehr. ,,Lieutenant!", rief Brosch. ,,Wo sind Leonard und Fayton?", fragte Ross. ,,Bitte sehen Sie sich das an.", sagte Brosch und sah zu einem Seil, das aus einem der Fenster hing. ,,Argh! Diese Kinder...", grummelte Ross.
Es war in der großen Turmuhr Central Citys. ,,Ich bin fertig mit Aufräumen in Lior City.", verkündete Envy Lust und Gluttony. ,,Jetzt gibt es niemanden mehr dort, der etwas Unnnötiges weiss." ,,Wirklich? Das muss aber ein richtig aufwendiges Unterfangen gewesen sein.", meinte Lust. ,,Bei uns läuft ebenfalls alles nach Plan." Envy kicherte und verwandelte sich in eine vollkommen echte Kopie Leons. ,,Ich habe gehört, dass der Metallzwerg vom Labor erfahren hat.", sagte er mit Leons Stimme und hielt sich Leons Metallhand, die nun ein Dolch war, an die Kehle. ,,Vielleicht solltest du ihn besser umbringen, bevor das Militär davon erfährt." ,,Wenn ihr ihn umbringen wollt, dann gebt ihn mir!", rief Gluttony hoffnungsvoll und mit laut knurrendem Magen. ,,Wartet.", wandte Lust ein. ,,Dieses Kind könnte unseren Wunsch wahr werden lassen. Danach können wir ihn immer noch umbringen." ,,Mir ist das egal, solange das nicht unsere Pläne hinauszögert.", meinte Envy, der sich wieder zurückverwandelt hatte. ,,Aber dann wiederum, wie hoch stehen die Chancen, dass er überhaupt in einem Stück dort ankommen wird?" ,,Ich habe den beiden befohlen, ihn nicht anzugreifen.", erklärte Lust. ,,Aber die beiden sind sehr dumm, deswegen mache ich mir doch ein klein wenig Sorgen." ,,Wenn es hart auf hart komm, bring sie einfach alle um.", meinte Envy schlicht. ,,Das weiss ich selbst.", sagte Lust. Gluttony sabberte glücklich.
Leon krabbelte weiterhin durch den engen Lüftungsschacht. ,,Verdammt, der Schacht ist kleiner als ich dachte.", grummelte er. ,,Wenn ich normale Größe hätte, wäre ich nicht in der Lage gewesen, hier reinzukommen... Bin ich froh, dass ich klein bin." Er erstarrte und schrie im nächsten Moment: ,,Nein, das ist absolut kein Grund zum froh sein!"
Zehn Minuten später kam Leon am Ende des Schachts an und sprang hinab in einen Gang, der mit grünlichen Lichtern ausgeleuchtet wurde. ,,Licht?", wunderte er sich. ,,Zur Zeit nicht in Betrieb, wie?", lachte er spöttisch und schielte vorsichig um eine Ecke. ,,Bingo!" Er ging los und trat auf eine Kachel, die ein wenig unter seinem Gewicht nachgab. Stacheln schossen von der Decke und auf Leon hinab, der kreischend zur Seite sprang. ,,Was zum...?!?", stammelte er geschockt und stellte mit Schrecken fest, dass er bei der Landung am Boden noch eine Kachel aktiviert hatte. Ein riesiges Beil schoss aus der Wand auf ihn zu. ,,Waaah!", kreischte Leon und sprang noch im letzten Moment zur Seite, erneut eine Falle - mehrere Pfeile, die auf ihn zurasten - auslösend. Er wich gegen eine Wand zurück, die ebenfalls etwas auslöste, und zwar, dass sich der Boden unter Leons Füßen öffnete, darunter Hunderte spitze Lanzen. Schreiend klammerte sich Leon gerade noch rechtzeitig an der Kante fest und zog sich hoch. Er lächelte. ,,Wenn sie so viele Fallen auf einmal hier errichtet haben, müssen sie wirklich nicht wollen, dass jemand hierher kommt.", sagte er. ,,Interessant. Weiter geht´s!" Er stand auf und trat auf eine weitere Kachel, die unter seine Gewicht nachgab. Ein Poltern war hinter ihm in der Fernse zu hören. Er blickte hinter sich und seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als eine gigantische Steinkugel auf ihn zugerast kam. ,,DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!", kreischte Leon und rannte so schnell wie noch nie zuvor vor der Kugel davon.
Zehn Minuten später kam Leon am Ende des Schachts an und sprang hinab in einen Gang, der mit grünlichen Lichtern ausgeleuchtet wurde. ,,Licht?", wunderte er sich. ,,Zur Zeit nicht in Betrieb, wie?", lachte er spöttisch und schielte vorsichig um eine Ecke. ,,Bingo!" Er ging los und trat auf eine Kachel, die ein wenig unter seinem Gewicht nachgab. Stacheln schossen von der Decke und auf Leon hinab, der kreischend zur Seite sprang. ,,Was zum...?!?", stammelte er geschockt und stellte mit Schrecken fest, dass er bei der Landung am Boden noch eine Kachel aktiviert hatte. Ein riesiges Beil schoss aus der Wand auf ihn zu. ,,Waaah!", kreischte Leon und sprang noch im letzten Moment zur Seite, erneut eine Falle - mehrere Pfeile, die auf ihn zurasten - auslösend. Er wich gegen eine Wand zurück, die ebenfalls etwas auslöste, und zwar, dass sich der Boden unter Leons Füßen öffnete, darunter Hunderte spitze Lanzen. Schreiend klammerte sich Leon gerade noch rechtzeitig an der Kante fest und zog sich hoch. Er lächelte. ,,Wenn sie so viele Fallen auf einmal hier errichtet haben, müssen sie wirklich nicht wollen, dass jemand hierher kommt.", sagte er. ,,Interessant. Weiter geht´s!" Er stand auf und trat auf eine weitere Kachel, die unter seine Gewicht nachgab. Ein Poltern war hinter ihm in der Fernse zu hören. Er blickte hinter sich und seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als eine gigantische Steinkugel auf ihn zugerast kam. ,,DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!", kreischte Leon und rannte so schnell wie noch nie zuvor vor der Kugel davon.
Von einem dunklen Raum her beobachteten zwei Gestalten mit Hilfe der Glasobjekte, die auch an der Mauer gewesen waren, die Labor 5 umgaben, Leon und Fayt. Die kleinere der beiden Gestalten gackerte vergnügt und wollte den Raum verlassen. ,,Hey! Wurde uns nicht befohlen, sie nicht anzurühren?", rief die andere Gestalt. ,,Ist mir doch egal.", antwortete der andere, der ich in einer Rüstung befand, die als Kopf einen Totenschädel hatte. ,,Ich muss sie einfach in Stücke zerschneiden." Er fuhr sanft über ein Schlachtermesser. ,,Stopp!", rief der Größere der beiden und hob sein Samurai-Schwert. ,,Es gibt zwei Ziele, und wir sind ebenfalls zu zweit. Du kannst sie nicht beide für dich allein haben."
Leon flüchtete immer noch vor der Steinkugel, die näher und näher kam. ,,Verdammt! Diese Falen werden langsam richtig nervig!!!", schrie er, völlig außer Atem, stolperte im nächsten Moment über einen Stein und fiel zu Boden. Noch bevor die Kugel ihn erreichten rollte er sich zur Seite und presste sich so gut wie möglich gegen die Wand. Die Kugel rollte an ihm vorbei. ,,Ich bin wirklich froh, dass ich so klein bin...", heulte er, erstarrte im nächsten Moment und brüllte: ,,Nein, bin ich nicht, verdammt noch mal!!!" Er klatschte in die Hände und berührte den Boden. Ein Leuchten breitete sich über das gesamte Labor aus.
In einem kleinen Raum, das mit einem blutrotroten Mutations-Zirkel vollkommen überzogen war, lag ein dunkelhaariger Mann, der gefesselt war und zu schlafen schien. Doch als das Leuchten sich auch auf diesen Raum ausbreitete, zuckte er plötzlich ein wenig.
Leon schritt den von ihm durch Alchemie nun fallenfrei gemachten Gang und erreichte eine Tür. ,,Mal sehen, was hinter Tür Nummer eins ist.", sagte er und betraten einen riesigen Raum, der einer Kathedrale gleich war. Am Boden lagen überall Schädel von Menschen verstreut. Leon lief ein eiskalter Schauer über den Rücken und er sprang erschrocken hoch, als die Tür hinter im auf einmal zuknallte. ,,Gute Arbeit, dass du so weit gekommen bist.", lobte ihn jemand von der anderen Seite des Raumes her, der im Dunkeln lag. ,,Sei herzlich willkommen." Eine Gestalt in Samurai-Rüstung trat auf ihn zu, sein Gesicht durch einen Blechkopf verborgen. Die Person zog ihr Samurai-Schwert. ,,Das sieht mir aber nicht nach einem herzlichen Empfang aus.", meinte Leon. ,,Mir ist die Aufgabe, diesen Ort zu bewachen, auferlegt worden.", sagte die Person. ,,Nenne mich für den Moment Nummer 48." ,,Nummer 48?", wiederholte Leon fragend. ,,Ich bin ziemlich aufgeregt, da ich seit langem endlich wieder gegen jemanden mit Talent antreten darf.", sagte Nummer 48, nicht auf Leons Frage eingehend. ,,Aber dein Glück hat dich verlassen, denn du bist auf mich gestoßen. Nimm es nicht perönlich, Kind." ,,Nimm es nicht persönlich, wenn dich dieses Kind ordentlich verdrischt.", sagte Leon, klatschte in die Hände und berührte seinen Auto-Mail-Arm, der zu einem Dolch wurde.
Fayt wartete weiterhin vor dem Lüftungsschacht auf Leon. ,,Er lässt sich ganz schön Zeit...", meinte er beunruhigt. ,,Was macht er nur da drin?" ,,YAHAAAAAAAAA!!!!!!!!!!", kreischte plötzlich jemand, der vom Dach des Labors sprang und mit einem Schlachtermesser nach ihm ausholte. Im letzten Moment sprang Fayt noch zur Seite, so dass die Person, ein Mann in einer Rüstung, der als Kopfschutz einen Schädel trug, statt seiner den Boden traf. ,,Das ist gut...", sagte die Person zufrieden. ,,Du hast eine beachtlich kurze Reaktionszeit für jemanden mit solch einem großen Körper. Das macht das Ganze interessanter." ,,Wer bist du?!?", fragte Fayt. ,,Ich schätze, wenn du mich so nett fragst, muss ich dir auch antworten.", meinte die Person. ,,Mein Name ist Nummer 66. Aber so heiße ich nur, wenn ich auf die Jagd gehe." ,,Nummer 66...", wiederholte Fayt. ,,Ja.", sagte Nummer 66 nickend. ,,Ich habe auch einen richtigen Namen, aber wenn ich ihn dir sage, machst du dir nur in die Hose. Also werde ich ihn dir erst sagen, kurz bevor ich dich umbringe."
,,Du sagtest, du beschützt diesen Ort, richtig?", fragte Leon Nummer 48. ,,Es gib da etwas, das ich dich fragen möchte." ,,Ich werde dir auf jede Frage, die dir einfällt, antworten, sobald du mich besiegt hast.", sagte Nummer 48. ,,Heh...", machte Leon. ,,Zeig mir deine Stärke!", rief Nummer 48 und rasteblitzschnell mit erhobenem Schwert auf Leon zu, der sich noch im letzten Moment duckte. ,,Mann, ist der schnell!", sagte Leon beeindruckt und sprang zurück, den weiteren Hieben von Nummer 48 ausweichend. Doch anscheinend war Nummer 48 zu gut für ihn, denn er schaffte es, Leons linken Ärmel mit seinem Schwert zu zerfetzen. ,,Also bestehst du bis zur Schulter aus Metall, aber..." Er holte aus und Leon blockte den Angriff mit seinem Metallarm, der zurzeit ein Dolch war. ,,Mein Schwert kann durch jegliches Metall schneiden!", rief Nummer 48. ,,Du machst wohl Witze!", schrie Leon, der langsam von Nummer 48 zurückgedrängt wurde. ,,Wenn ich diesen Auto-Mail auch noch zerbreche, wird mich Winry umbringen!" Auf einmal machte sein Metallarm ein beunruhigendes Geräusch.
Winry sortierte zu Hause in Rizenbul gerade mehrere Kartons, als sie eine Schraube entdeckte, die arglos herumlag. ,,Mal sehen...", sagte sie und besah sich die Schraube. Sie erschrak, als sie erkannte, dass dies eine Schraube war, die eigentlich zu Leons Auto-Mail-Arm gehörte, die sie aber vergessen hatte einzubauen. ,,Uuups...", machte sie verlegen.
Wie wild und ohne Erbarmen schlugen Leon und Nummer 48 mit ihren Waffen aufeinander ein und wichen der Waffe des jeweiligen anderen aus. Schließlich holte Nummer 48 frontal aus, doch Leon wirbelte zur Seite und verpasste ihm einen Tritt in die Magengegend. Ein hohles Geräusch erklang beim Aufprall des Fußes mit der Rüstung, und Leon erschrak. Dieses Gefühl... Dieses Geräusch... Das ist..., dachte er entsetzt. Erneut stürmten die beiden Kontrahenten aufeinander zu. Leon wich dem Schwerthieb aus, sprang in die Höhe und klappteNummer 48 den Helm auf. ,,Böses Kind...", sagte Nummer 48 und wandte sich um. Leon erstarrte: Die Rüstung war leer, ein Siegel aus Blut in der Innenseite der Rüstung, das genauso wie das Siegel in Fayts Rüstung aussah. Er ist..., dachte Leon und schluckte schwer. Genauso wie Fayt... Diese Seele eines Menschens, die an eine Rüstung gebunden ist!
Vorschau Kapitel 20: Die zwei Wächter: Die Seelen von Menschen, die an Rüstungen gebunden wurden... Sie sind dennoch menschlich, richtig?
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