Dichter Regen prasselte über East City hernieder, als Leon und Fayt vor den hohen Stahltoren des Militärhauptquartiers der Stadt ankamen. ,,Da wären wir.", sagte Leon. ,,Ja, da wären wir.", stimmte Fayt zu. Leon seufzte tief. ,,Was ist los, großer Bruder?", fragte Fayt. ,,Es ist weder schlecht noch gut.", söhnte Leon. ,,Nur, dass wir uns jetzt wieder eine dieser langen Reden des Obersts anhören müssen." Er setzte ein zynisches Lächeln auf und sprach mit tiefer Stimme, mit der er Oberst Roy Mustang nachahmen wollte: ,,Die Reise nach Lior City, wo ein Hohepriester angeblich den Ring der Alchemisten haben soll, war ebenfalls eine nutzlose Zeitverschwendung, nicht wahr? Wieviel Militärgeld wollen Sie eigentlich noch für Ihre schwachsinnigen Touren quer über die Welt aus dem Fenster werfen, bis Sie endlich zufrieden sind? Oh du meine Güte, scheint, Leonard ist gar nicht hier..." Er tat so, als würde er etwas am Boden suchen. Dann jedoch verschwand das zynische Lächeln aus seinem gesicht und er tat plötzlich so, als würde er zu einem Riesen aufschauen. ,,Ich sage doch, ich bin hier!", rief er mit normaler Stimme. Erneut setzte er das zynische Lächeln auf und sprach mit der tiefen Stimme: ,,Tut mir Leid, tut mir Leid, ich habe Sie bei all den Akten auf meinem Schreibtisch gar nicht gesehen, Metal." Er lachte laut und ließ dann seinen Kopf hängen. ,,Aber nun ja, wir haben wohl keine andere Wahl.", meinte er. ,,Gehen wir rein, Fayt!" Erst jetzt stellte er fest, dass Fayt verschwunden war. ,,Fayt?", rief er verwundert. ,,Fayt?!?" Er erblickte Fayt, der halb in einer Seitengasse war, wo er sich zu Boden gekniet hatte. ,,Fayt, komm schon!", rief Leon ihm zu. ,,Tut mir Leid.", entschuldigte sich Fayt, stand schnell wieder auf und ging zu Leon zurück. ,,Was hast du denn da gemacht?", fragte Leon. ,,Ähähähähähä...", lachte Fayt und wollte gerade etwas sagen, als ein markerschütternder Schrei vom Hauptquartier her zu vernehmen war. ,,Was zum...?!?", stammelte Leon, der erschrocken in die Höhe gesprungen war.
,,Humankind cannot gain anything without first giving something in return.
To obtain, something of equal value must be lost.
That is Alchemy´s first law of Equivalent Trade.
Some people believe that it´s the one and only truth of the world." (Auszug: Buch der Alchemie)
Kreischend wich ein äußerst dicker Mann in Militärkleidung vor einem Etwas auf einen Schreibtisch zurück. ,,Was ist denn los, Breda?", fragte Havoc, der mit Relena Hawkeye und Farman ebenfalls anwesend war, den dicken Mann namens Breda verdutzt. ,,Ha-Havoc, seien Sie vorsichtig! Das da...", stammelte Breda ängstlich und deutete auf den Boden, wo ein kleiner Husky-Welpe lag und mit großen Kulleraugen schwanzwedelnd zu Breda aufsah. ,,Was ist das denn?", wunderte sich Hawkeye. ,,Ich glaube, das ist ein Hund.", meinte Farman. ,,Ein Fleischfresser. Der wissenschaftliche Name dieses Tieres ist..." ,,Das meine ich doch gar nicht, Lieutenant Farman.", unterbrach Hawkeye ihn. ,,Tut mir Leid, Lieutenant Hawkeye.", entschuldigte sich Farman. Ein Mann in Militärkleidung mit Hornbrille stürmte in den Raum, erblickte den Hund und nahm ihn in seine Arme. ,,Tut mir Leid, ich hab ihn heute Morgen auf der Straße gefunden.", erklärte der Mann den anderen. ,,Corporal Major Fury...", bibberte Breda vom Schreibtisch her. ,,Hmm... Sie wollen ihn also behalten, Fury?", fragte Havoc den Mann namens Fury. ,,Es wäre schön, wenn ich es könnte, aber wie Sie sich sicher bewusst sind, Sergeant Havoc, sind Hunde in den Militärschlafräumen nicht erlaubt.", erklärte Fury. ,,Aber das bedeutet nicht, dass Sie ihn hier im Büro halten können.", meinte Hawkeye. ,,Er hat gezittert im Regen, deswegen...", begann Fury traurig und sah dann zu den anderen. ,,Würde einer von Ihnen ihn aufnehmen?" ,,Ich wohne ebenfalls in einen der Militärschlafräume.", wandte Farman ein. ,,Kann ich nicht. Ich hasse Hunde.", schlotterte Breda. Fury seufzte enttäuscht. ,,Dann nehm ich ihn, ich mag nämlich Hunde.", sagte Havoc, nahm Fury den Hund aus den Armen und wollte das Büro verlassen. ,,Ich danke Ihnen, Sergeant!", bedankte sich Fury glücklich. ,,Ich hab gehört, dass sie sehr lecker sein sollen, geröstet.", meinte Havoc gedankenversunken. ,,In North City kauft man siezum Verzehr, besonders Labradore sollen ja sehr..." Resolut entriss Hawkeye ihm den Hund wieder und gab ihn zurück zu Fury. ,,Wir finden schon noch einen anderen Besitzer.", sagte sie schnaubend. ,,Ja.", sagte Fury und drückte den Hund erleichtert an sich. ,,Ich hab doch nur Spaß gemacht.", versicherte Havoc ihnen. Der Hund begann zu bellen und sah zur Tür, die im nächsten Moment geöffnet wurde; Leon und Fayt steckten ihre Köpfe ins Büro hinein. ,,Ähm... entschuldigen Sie die Störung...", begann Leon. ,,Leonard, Fayton, seid ihr gerade erst zurück?", fragte Hawkeye und lächelte den beiden fröhlich entgegen. Die beiden nickten. ,,Miau!", erklang es aus Fayts Innerem. Fayt erstarrte, und Leon sah ihn mit strengem Blick an. ,,Gerade war da...", begann Hawkeye und starrte Fayt an. ,,Du...", sagte Leon verärgert zu Fayt, packte ihn und befahl: ,,Mitkommen!" ,,Leonard, Ihr Bericht!", rief Hawkeye. ,,Ich werde sofort zum Oberst gehen.", versprach Leon ihr und zog Fayt mit sich auf den Flur. ,,Du kannst nicht einfach eine Katze von der Straße aufgabeln, wenn wir weder die Zeit noch das Wissen dafür haben.", stutzte Leon Fayt mit Blick auf die rot-getigerte Katze zurecht. ,,Aber sie hat gezittert da draußen im Regen...", rechtfertigte sich Fayt. ,,Wir können sie behalten, richtig?" ,,Nein!", sagte Leon sofort. ,,Bring sie dahin zurück, wo du sie gefunden hast!" Fayt sah zu Boden und zitterte, bevor er schließlich aufsprang, Leon gegen die Wand schlug und losrannte. ,,Du blöder großer Bruder! Unmensch!", heulte er los. ,,Renn nicht so! Die arme Katze!", rief Leon ihm hinterher, da die Katze in Fayts Rüstung hin und her geschleudert wurde. ,,Das weiss ich selbst! Das weiss ich selbst!!", jammerte Fayt im Laufen.
Als Nächstes betrat Leon Roy Mustangs Büro, doch dort war niemand. Also setzte er sich auf einen der Sessel vor dem Schreibtisch und wartete. Ziemlich unfair von mir..., dachte er seufzend und erinnerte sich, wie er damals versucht hatte, eine Katze mit Hause zu bringen, die seine Mutter jedoch sofort wieder vor die Tür gesetzt hatte. ,,Sieht aus, als würden Sie ihre Arbeit extravagant erledigen.", riss Roy, der das Büro betreten und sich hinter seine Schreibtisch gesetzt hatte, Leon aus seinen Gedanken. ,,Sie waren es doch, der uns die Informationen über den gefälschten Ring der Alchemisten in Lior City gegeben haben.", rechtfertigte sich Leon. ,,Aber niemand hat Ihnen befohlen, den Hohepriester zu stürzen.", stellte Roy richtig. Leon erinnerte sich, wie er die riesige Statue des Sonnengottes Leto damals zum Leben erweckt hatte und ihr befohlen hatte, die Statuen, die Cornero unter Kontrolle gebracht hatte, mit einem Fausthieb zu zerschlagen; Cornero hatte sich dabei beinahe in die Hose gemacht. ,,Tja, am Ende hat aber dafür das Hauptquartier von East City doch die Loorbeeren für die Stürzung des Hohepriesters eingesackt.", meinte Leon. Doch plötzlich machte er große Augen und sprang gereizt auf. ,,Hey, sagen Sie mir nicht, dass Sie das von Anfang an geplant hatten!?!", schrie er aufgebracht. ,,In Xenotime wurde die Villa eines gewissen Magwars zerstört, und ich habe gehört, er sei wie vom Erdboden verschwunden.", sagte Roy, um vom Thema abzulenken. ,,Hmm... Wo lag Xenotime noch mal?", schauspielerte Leon. ,,Könnten Sie mir also bitte auch noch einen Bericht über das Rote Wasser schreiben?", bat Roy ihn. Leon grummelte laut und erinnerte sich daran, wie Magwar versucht hatte, den Felsen, der in die Quelle gekracht war, aus der das Rote Wasser entsprungen war, zur Seite zu rollen und dabei von einem gigantischen herabfallenden Felsen zerschmettert worden war. ,,Und außerdem haben mich ein paar Fragen aus Aguroya erreicht.", fuhr Roy fort. Leon erinnerte sich zurück, wie er mit Psiren auf dem Wasser gekämpft hatte und sie schließlich mit einer Faust aus Stein eingefangen hatte. ,,Ist das Gesicht unter Psirens Maske wirlich so schön wie man sagt?", fragte Roy. ,,Was Sie mir also zu sagen versuchen ist, dass Sie genau über das Bescheid wissen, was wir getan haben, richtig?", fauchte Leon und wandte sein Gesicht von ihm ab. Roy seufzte und stand von seinem Stuhl auf. ,,Metal, wie wäre es, wenn Sie endlich zur Ruhe kommen würden und aufhören mit dieser sinnlosen Suche?", schlug er vor und wandte sich zum Fenster um, gegen das der Regen in Strömen prasselte. ,,Damit Sie mich von morgens bis abends herumkommandieren können?", entgegnete Leon spöttisch. ,,Fayt und ich haben ein Ziel." ,,Der Ring der Alchemisten, nicht?", sagte Roy. ,,Aber nun sind schon drei Jahre vergangen, und Sie haben ihn immer noch nicht gefunden." ,,Ich werde ihn finden, koste es, was es wolle.", sagte Leon entschlossen und wollte das Büro verlassen. Dann jedoch blieb er stehen, da ihm etwas eingefallen war. ,,Oberst, sagt Ihnen der Name Marcoh etwas?", fragte er Roy. ,,Er ist ein Arzt, der vor fünf Jahren in Xenotime war. Angeblich soll er ein Alchemist sein. Er war in der Lage, die Vergiftung, die das Rote Wasser verursachte, mit einer alchemistischen Reaktion zu heilen, was vor ihm kein anderer Alchemist geschafft hat. Das Militär sollte den Namen eines solch begabten Alchemisten eigentlich kennen." ,,Der Name sagt mir nichts, aber ich werde in den Unterlagen nachschauen.", sagte Roy, das Gesicht weiterhin zum Fenster gerichtet, sein Blick auf einmal merkwürdig glasig, so als wäre er tief in Gedanken versunken. Auf einmal wurde die Tür zum Büro geöffnet und Hawkeye trat ein. ,,Oberst!", rief sie angespannt. Mehrere Soldaten betraten ebenfalls das Büro, angeführt von einem sehr großen Mann mit Schnauzbart: Es war der Nationale Alchemist Basque Gran, der damals Maxwell Tuckers Forschungen unterstützt hatte. Unter den Soldaten, die den Raum betreten hatten, waren Meas Hughes, Leons und Roys Freund aus Central City, und ein Soldat mit Glatze, der einen blonden Schnauzbart trug und sogar noch größer als Gran war. Hughes sah zu Roy, ginste und zuckte mit dem Schultern. ,,Das ist ein überraschender Besuch, Brigadier General.", sagte Roy und verbeugte sich vor Gran. ,,Von diesem Moment an wird dieses Büro bis auf ungewisse Zeit das Zentralcenter des Militärs.", sagte Gran. ,,Das Zentralcenter des Militärs...?", wiederholte Roy verwundert. ,,Ahahahahaha!!!", lachte jemand belustigt, und im nächsten Moment betrat die oberste Instanz des Militärs, der Führer King Bradley, das Büro. ,,Sie sehen ja aus wie zehn Tage Regen, Mustang.", sagte Bradley belustigt. ,,Schön einatmen und ausatmen." Eine sehr hübsche Frau mit langen braunen Haaren folgte dem Führer, und Leons volle Aufmerksamkeit war sofort dieser Frau zugewandt. ,,Führer!", rief Roy überrascht. Niemand schenkte Leon irgendwelche Aufmerksamkeit, der nun mit großen Augen die Frau an der Seite Bradleys anstarrte. Diese langen braunen Haare kamen ihm so bekannt vor... Dieses Lächeln... Diese... goldenen Augen... so golden wie seine eigenen Augen... Mutter...?, dachte Leon verwirrt. Ja, diese Frau sah seiner Mutter zum Verwechseln ähnlich. Was geht hier vor? ,,Von nun an wird jeder Schritt des Hauptquartiers in Central City vom Führer überwacht werden.", erklärte Gran.
Vom Hof her, der im Zentrum des riesig großen Hauptquartiers lag, beobachteten Breda und Havoc in der Caféteria die Hunderten von Nationalen Alchemisten, die mit dem Führer nach East City gereist waren. ,,Sieh dir die Silbertaschenuhren an.", sagte Havoc und deutete auf die Taschenuhren, die jeder Nationale Alchemist an seiner Hose hängen hatte. ,,Das Symbol eines Nationalen Alchemisten: Die Silberuhr.", sagte Breda. ,,Alle dort drin sind also Nationale Alchemisten...hmm...", murmelte Havoc. Was machten so viele Nationale Alchemisten auf einem Haufen in East City?
,,Schau mal, schau mal, Elysea kann jetzt schon auf einem Dreirad fahren. Sie folgt mir darauf überall hin.", nervte Hughes derweil Leon in der Ceféteria und hielt ihm ein Bild von seiner dreijährigen Tochter auf einem Dreirad vor die Nase. ,,Oh, mein süsses Mädchen!" Er knutschte das Bild immer und immer wieder wie besessen ab. ,,Du hast dich echt nicht verändert, Major...", seufzte Leon kopfschüttelnd. ,,Und ich hab noch mehr Bilder. Willst du sie sehen?", fragte Hughes und griff in seine Tasche. ,,Äh... nein, nein.", stammelte Leon schnell. ,,Und wenn du schon kommst, hättest du mir doch vorher Bescheid sagen können. ,,Aber ich wollte Mustangs überraschtes Gesicht sehen!", kicherte Hughes. ,,Oh, und ich bin kein Major mehr, sondern Second Lieutenant. Ich hab ´ne Beförderung vom Führer höchstpersönlich erhalten." ,,Wärst du dann nicht in Central City besser aufgehoben?", fragte Leon. ,,Ich hatte keine andere Wahl als hierher zu kommen.", entgegnete Hughes. ,,Alle von der Untersuchungseinheit sind aus Central City geflohen und..." Er stoppte, erschrocken, weil er zu viel gesagt hatte. ,,Hä?", machte Leon verdutzt. ,,Ähm... äh... nicht so wichtig.", sagte Hughes schnell. ,,Wie geht es mit dieser einen Sache voran?" Er beugte sich zu Leon hinüber und flüsterte: ,,Wie läuft es mit dem Ring der Alchemisten?" ,,Ähm... Ich denke, wir kommen ihm näher.", antwortete Leon. ,,Im Moment suchen wir nach einem Mann namens Doktor Marcoh. Aber der Oberst will mir nichts über ihn erzählen." ,,Vielleicht weiss er ja wirklich nichts?", meinte Hughes. ,,Nein, er verheimlicht mir definitiv etwas...", grummelte Leon. ,,Hast du gerade "Marcoh" gesagt?", fragte Basque Gran, der einen Teil des Gespräches mitgehört hatte, und kam dazu. Der ganze Raum war sofort vollkommen ruhig. ,,Brigadier General?", fragte Hughes verdutzt. ,,Der Stahlblut...alchemist...", sagte Leon mit bitteren Erinnerungen an ihr letztes Zusammentreffen, als er versucht hatte, die Tatsache zu vertuschen, dass Maxwell Tucker seine eigene Tochter und seinen Hund in eine Chimära verwandelt hatte. ,,Wenn du Marcoh sagst... meinst du doch den Flüchtling Marcoh, oder?", fragte Gran. ,,Vor sechs Jahren, während dem Zivilkonflikt im Osten, wurden eine Menge Nationale Alchemisten zusammengerufen. Aber Marcoh, einer von ihnen, rannte davon vom Schlachtfeld, und seitdem ist es uns nicht möglich gewesen, seine Aufenthaltsort herauszufinden."
,,Flüchtling?", wiederholte Roy, nachdem Leon ihm in seinem neuen Büro, das er sich nun mit Hawkeye, Havoc, Breda, Farman und Fury teilen musste, von der Unterhaltung mit Gran erzählt hatte. ,,Davon weiss ich nichts."
Den Rest des Mittags verbrachte Leon damit, mit Fayt in der Bibliothek des Hauptquartiers nach Dokumenten über Marcoh zu suchen. ,,Doktor Marcoh... Doktor Marcoh...", murmelte Leon, während er in den Büchern herumblätterte und langsam immer ungeduldiger wurde. ,,Verdammt!", fluchte er schließlich und pfefferte eines der Bücher gegen die Wand. ,,Alle Aufzeichnungen über ihn sind verbrannt worden! Es reicht! Ich werde die Informationen schon vom Oberst bekommen, und wenn ich sie aus ihm herausprügeln muss!" ,,Ihn... verprügeln?", wiederholte Fayt leicht ängstlich. ,,Miau!", erklang es aus seiner Rüstung, und er erstarrte. ,,Du hast sie immer noch...", begann Leon gereizt. ,,Nein... ähm...", stammelte Fayt und wich vor ihm zurück. ,,Es ist nur so, dass es immer noch regnet, und..." ,,Yo!", rief Hughes, der die Bibliothek betrat und zu ihnen herüberkam. ,,Ich hab vorhin vergessen, dir etwas Wichtiges mitzuteilen." ,,Was ist!?!", fauchte Leon und warf ihm einen Blick zu, der töten konnte. ,,Ähm... also... es ist so...", begann Hughes und trat ein paar Schritte zurück. ,,Dier diesjährige Einschätzungstest wird nicht wie sonst in Central City abgehalten, sondern hier in East City." ,,Einschätzungstest?", wiederholte Leon. ,,Sie meinen den Test dafür, dass man weiterhin Nationaler Alchemist sein kann?", fragte Fayt. ,,Laut den Regeln...", begann Hughes. ,,Warten Sie, Sergeant Major...", unterbrach Leon ihn. ,,Es heißt "Second Lieutenant"!", fauchte Hughes. ,,Ich möchte dieses Jahr einen ganz bestimmten Test ablegen.", erklärte Leon. ,,Hä?", machte Hughes. Leon grinste boshaft.
,,Eine Kampfeinschätzung?", wiederholte Breda verdutzt in dem Büro, das er sich mit den anderen teilte. ,,So etwas gibt es?", fragte Farman und sah dabei zu, wie der kleine Welpe die Milch trank, die Fury ihm in eine kleine Schüssel gegossen hatte. ,,Die beiden zu testenden Nationalen Alchemisten kämpfen gegeneinander und das Duell selbst wird dann eingeschätzt.", erklärte Havoc. ,,Und Leonard selbst hat diesen Kamf gefordert...", murmelte Farman. ,,Hmm...", machte Hawkeye nur, versunken in dem Buch "Der Vorleser". ,,Und dann hat er auch noch verlangt, dass der Oberst sein Gegner is?", fragte Breda ungläubig. ,,Aber wenn Sie mit vollem Ernst kämpfen, frage ich mich schon, wer gewinnen wird.", meinte Havoc. ,,Der Oberst, oder?", fragte Fury. ,,Nun, Metal (nein, das ist kein Rechtschreibefehler! Das ist Englisch>.<) sollte nicht unterschätzt werden.", sagte Farman weise. ,,Aber wenn man die Gerüchte in Betracht zieht, dass der Oberst in den Zivilkonflikt im Osten beteiligt war...", sagte Havoc. ,,Warum hat sich Leonard nur für so etwas entschieden?", wunderte sich Fury, hob de Welpen hoch und wischte ihm die mit Milch verschmierte Schnauze ab. ,,Es scheint, er hat die Bedingung "Wenn ich gewinne, nimmt der Oberst die Katze bei sich auf." gestellt.", sagte Hawkeye. ,,Katze?", wiederholte Fury geschockt. ,,Das würde ja dann bedeuten, dass ich dem Oberst das Hündchen hier nicht geben kann." Roy trat ins Büro ein und erstarrte, als er den Welpen erblickte. Nach einigen Sekunden jedoch raste er blitzschnell auf Fury zu und blieb wenige Millimeter vor im stehen, auf ihn herab schauend. ,,J... Ja, Sir?", fragte Fury ängstlich. Roy antwortete nicht, sondern schnappte sich einfach den Husky und hielt ihn in die Höhe. ,,Ein Hund?", sagte er verwundert und begann auf einmal vor Freude zu strahlen. ,,Wie perfekt!" ,,Ist das Ihr Ernst?", fragte Fury. ,,Natürlich!", schrie Roy und rückte ihm mit seinem Gesicht bedrohlich nahe. ,,Ein Hund ist loyaler als alles andere! Absoluter Gehorsam für die Worte seines Herrn! Sie beschweren sich nicht, wenn man brutal mit ihnen umgeht, und sie brauchen auch keinen Lohn!" Er began wie irre zu kichern und schüttelte dabei den laut winselnden Welpen hin und her. ,,Mit anderen Worten: Ein perfekter Sklave für den Menschen!!! Das ist perfekt! Ich liebe Hunde!" Hawkeye schüttelte seufzend den Kopf. ,,Übrigens, Oberst, werden Sie Leons Herausforderung akzeptieren?", fragte Havoc. ,,Es ist unmöglich für mich, einem Kind wehzutun.", erklärte Roy. ,,Obwohl es eine Schande ist, dass ich meine Brillanz nicht bei so etwas wie einem Kampf zeigen kann."
,,Das hört sich interessant an.", sagte King Bradley, als Roy in sein Büro kam, das vor ein paar Stunden noch ihm gehört hatte, und ihm von Leons Herausforderung erzählt hatte, die er ablehnen wollte. ,,Ich werde die Kampfeinschätzung erlauben." ,,A... Aber...", begann Roy und schluckte schwer. ,,Es ist in Ordnung, den gesamten Hof zu benutzen.", sagte Hughes. ,,Dadurch brauchen wir keine Angst zu haben, die Stadt könne dabei zerstört werden." ,,Oder haben Sie etwa Angst?", fragte Gran hämisch. ,,Kämpfen Sie gegen den Metallalchemist.", befahl Bradley.
Genervt verließ Roy das Büro und betrat den Flur, wo Hawkeye und Havoc schon auf ihn warteten. ,,Ich werde jeder seiner Forderungen gehorsamst nachkommen, bis ich schließlich seinen Platz eingenommen und das gesamte Militär unter mir habe.", sagte er, während sie durch den Flur zurück zu ihrem Büro wanderten. ,,Ich glaube, Sie sollten aufhören, solch ambitiösen Wunschträume zu haben...", meinte Hawkeye zynich. ,,Warum wollen Sie denn überhaupt so sehr Führer werden, Oberst?", fragte Havoc neugierig. Roy blieb stehen und begann zu zittern; Havoc und Hawkeye sahen sich verdutzt an. ,,Was für eine dumme Frage.", sagte Roy. ,,Ab dem Tag, an dem ich Führer werde, werden alle Frauen im Militär mit sofortiger Wirkung Miniröcke tragen!!!" Hawkeye ließ hoffnungslos den Kopf hängen, während Havoc zu sabbern begann. ,,Oberst!!! Ich werde Ihnen bis an mein Lebensende folgen!!!", jauchzte er und warf sich Roy vor die Füße. ,,Sehr schön.", sagte Roy zufrieden. ,,Oberst!", hauchte Havoc fröhlich, während Hawkeye kopfschüttelnd weiterschritt.
Am Nachmittag, als sich der Regen endlich gelegt hatte, ging das gesammte im Hauptquartier von Central City versammelte Militär nach draußen in den Hof, wo ein großes rundes Gebiet im Zentrum des Hofes als Kampfring abgezäunt war, in dem auch ein riesiges Objekt stand, das mit einem Vorhag verdeckt war. ,,Ladies and Gentleman!!!", schrie Hughes, der den Moderator spielte, in ein Mikro. ,,Willkommen zu DEM Ereignis des Jahres in Central City. Aber vorher..." Er zog an einem Strick, und sogleich fiel der Vorhang von dem riesigen Objekt, das im Ring stand. ,,Das Bild des Jahres: Meine Tochter!!!", verkündete er stolz. Genervt schmissen die Soldaten Unmengen von Dingen wie Ziegelsteinen oder Tischen auf das Riesen-Bild, das Hughes´ Tochter zeigte, oder Hughes selbst. Schließlich kam das Bild ins Wanken und sauste hinab auf Hughes zu. ,,Elysea, nein! Böses Mädchen!! Böses Mädchen!!!", kreischte Hughes und wurde im nächsten Moment von dem Bild geplättet. Hawkeye seufzte tief und schüttelte mal wieder nur ihren Kopf.
Zehn Minuten später, nachdem Hughes unter dem Bild befreit worden war...
,,Nun denn, auf zum Hauptevent!", rief Hughes. ,,Obwoh der Kampf nur eine Runde geht, dürfen wir uns trotzdem auf einen spannenden freuen! In der rechten Ecke: Flammenalchemist, Roy Mustang!" Er deutete auf Roy, der unbeeindruckt in der rechten Ecke des Ringes stand; die Menge johlte. ,,Beeindruckend!", rief ein Soldat. ,,Gib mir meine Freundin zurück!", brüllte ein weiterer. ,,Ich will auch so ´n großes Gehalt haben wie der!", beschwerte sich ein dritter. ,,Und in der linken Ecke: Metallalchemist Leonard Elric!" Er deutete auf die linke Ecke des Rings. ,,Wo? Wo?", rief einer und sah sich verwirrt um. ,,Weiss einer, ob der Ansager Halluzinationen hat? Da ist niemand!", rief ein anderer. ,,Ist das da ein Grundschulkind?", wunderte sich wieder ein anderer. ,,ICH MACH EUCH GLEICH MEHR ALS NUR EINEN KOPF KÜRZER!!!!!!!!!", brüllte Leon und wollte auf die Zuschauer losgehen, wurde aber von Fayt zurückgehalten. ,,Temperamentvoll, nicht wahr?", sagte der Führer King Bradley zu der Frau, die wie Leons und Fayts Mutter aussah. ,,Ja, sehr sogar.", stimmte die Frau zu. ,,Dann reagier ich mich eben ab, indem ich das dauergrinsende Gesicht des Obersts bearbeitete.", grummelte Leon und knackte mit den Knöcheln, während Fayt wieder zurück in die Zuschauermenge kehrte. ,,Aber großer Bruder... wir stehen in der Schuld des Obersts.", meinte Fayt von der Zuschauermenge her. ,,Na und!?!", fauchte Leon. ,,Andauernd bedroht er uns damit, dass er unser Geheimnis preisgibt, wenn wir nicht nach seiner Pfeife tanzen!" ,,Und was ist jetzt dein Plan?", fragte Fayt. ,,Ihm kräftig eins auf die Omme zu geben!!!", brüllte Leon und wandte sich dann zu Roy um. ,,Mir ist der Einschätzungstest egal.", sagte er zu ihm. ,,Wenn ich den Kampf gewinne, bekomme ich die Informationen über Doktor Marcoh. Und Sie nehmen die Katze bei sich auf!" Roy lächelte nur. ,,Und nun...", rief Hughes in das Mikro und trat schlagartig die Flucht an. ,,...Kämpft!!!" Leon war so verdutzt über Hughes´ plötzlichen Rückzug, dass er zu spät reagierte. ,,Zu langsam!", rief Roy und schnippte mit seinem Fingern. Leon wurde von einer Explosion getroffen, die ihn von den Füßen riss. ,,Das war unfair!", brüllte Leon, und rannte im nächsten Moment kreischend quer durch den Ring, da Roy eine Explosion nach der anderen vom Stapel ließ. ,,Selbst wenn der Gegner unerwartet angreift, ein Soldat muss immer wachsam sein und den Kampf schnell beenden können.", belehrte Roy ihn. Noch mehr Explosionen folgten. ,,Flammen entstehen wie aus dem Nichts!", rie Fury mit großen Augen. ,,Ah, also sehen Sie die Alchemie des Obersts zum ersten Mal?", fragte Havoc und hielt seine Zigarette in einen der umherstobenden Funken, die von den Explosionen ausgingen, um sie anzuzünden. ,,Der Handschuh seiner rechten Hand ist aus einem feuerverursachenden Stoff gemacht. Je nachdem, wie stark man mit den Fingern schnippt, kann man kleine Lagerfeuer oder gewaltige Explosionen entfachen. Dies passiert dadurch, dass der Wasserstoff in der Luft für eine Art Knallgasreaktion genutzt wird." Immer noch rannte Leon quer durch den Ring, auf der Flucht vor den nicht enden wollenden Explosionen. Schließlich sprang er aus dem Ring, trampelte Fury platt und verschwand in der Menge. ,,Hmm...", machte Roy und sah sich gedankenversunken um in der Menge, in der Leon verschwunden war. ,,Es hat wohl doch so seine Vorteile, klein wie eine Maus zu sein. So kann man ganz leicht in der Menge untertauchen, wie?" Voller Zorn sprang Leon auf einen der Köpfe der Zuschauer und brüllte: ,,SAG NICHT "KLEIN" ZU MIR!!!" ,,Wenn man wütend wird, lässt die Konzentration nach. Man darf sich nicht so einfach provozieren lassen.", sagte Roy weise und schnippte mit den Fingern. Eine weitere Explosion beförderte Leon und mehrere der in der Nähe stehenden Zuschauer gen Himmel. Eine riesige Rauchwolke stieg auf und bedeckte das Kampffeld. ,,Ob ich diesmal wohl übertrieben habe?", wunderte sich Roy. Eine kleine Person zeichnete sich - durch den vielen Rauch - schemenhaft in der Nähe ab. ,,Da!", rief Roy und wollte in die Finger schnippen, stutzte jedoch, als er erkannte, dass dies nur eine Puppe war, die Leons Größe hatte. ,,Jetzt!", schrie Leon und sprang Roy von hinten an. Roy versuchte auszuweichen, doch Leon zerfetzte ihm mit seiner Metallhand, die er zu einem Dolch mutiert hatte, seinen Handschuh. ,,Verdammt!", rief Roy entsetzt. ,,Jetzt können Sie keine Explosionen mehr verursachen!", rief Leon triumphierend, klatschte in die Hände und berührte den Boden. ,,Ich gewinne!!!" Es schoss eine gigantische Kanone aus Stein aus dem Boden, auf dessen Spitze Leon, übers ganze Gesicht grinsend, thronte. ,,Tse...", machte Roy und holte seine linke Hand, die er die ganze Zeit über in der Hosentasche gehabt hatte, hervor: Ein weiterer Handschuh mit einem Mutations-Zirkel war darüber gestülpt!!! ,,Verdammter Mist!!!", kreischte Leon. Schnipp! machte es von Seiten Roys, und schon im nächsten Moment flog Leon erneut gen Himmel. Doch was in die Höhe steigt, muss irgendwann auch wieder hinabfallen, und genau so war es bei Leon, der zu Boden schlug und von Unmengen von Schutt - der durch den durch die unzähligen Explosionen zertrümmerten Erdboden entstanden war - begraben wurde. ,,Autsch...", stöhnte er und grub sich frei. ,,Ein Soldat kämpft immer weiter.", sagte Roy, der plötzlich direkt hinter im stand. ,,Den Gegner mit einem Trick hereinlegen zu wollen ist ebenfalls eine exzellente Kampfstrategie, Metal." ,,Nun bring es schon zu Ende!", fauchte Leon. ,,Das brauchen Sie mir nicht zweimal...", begann Roy und hob seine linke Hand, um mit den Fingern zu schnippen. Doch er stoppte entsetzt, als plötzlich Erinnerungen an früher - ausgelöst durch die Position, in der Leon am Boden saß - in ihm hochkamen... Erinnerungen an den Zivilkonflikt damals im Osten... Er sah einen kleinen Jungen, mit entsetzensstarren Augen zu ihm hochsehen, den Tod in Person von Roy direkt vor Augen. Als Roy wieder zu sich kam, stand Leon wieder, seinen Dolch an Roys Kehle gehalten. ,,Der Kampf ist zu Ende!", rief King Bradley und betrat mit Gran und der Frau, die wie Leons und Fayts Mutter aussah, den Kampfring - oder vielmehr, was davon übrig geblieben war. ,,Ein außergewöhnlicher Kampf.", sagte er lächelnd und klatschte begeistert. Gran rümpfte die Nase, während die Frau nur tief seufzte, so als wenn ihr alles in der Welt viel zu ermüdend wäre. ,,Es ist eine Ehre für mich, diese Worte aus Ihrem Mund zu hören.", sagte Roy und verbeugte sich vor Bradley. ,,Warten Sie, der Kmapf ist noch nicht...", protestierte Leon. ,,Ja, das stimmt schon...", gab Bradley zu. ,,Aber wenn wir weitermachen, werden die Aufräumarbeiten Jahrzehnte dauern. Er besah sich den Hof, ein einziges Schlachtfeld voller Schutt und ausgeknockten Zuschauern.
Bei Sonnenuntergang standen Hawekeye und Fayt am Rande des Hofes und beobachteten, wie Leon mit Alchemie, Roy mit einer Schaufel den Hof wieder begehbar zu machen versuchten. ,,Die beiden haben es verursacht, also müssen sie es auch alleine wieder beheben.", meinte Hawkeye.
Roy gähnte und setzte sich auf einen der vielen Steine, die aus dem Boden gebrochen waren. ,,Genau deswegen wollte ich nicht kämpfen.", grummelte er. ,,Oberst, warum hatten Sie im entscheidenden Moment gezögert?", fragte Leon. ,,Hä?", machte Roy ermattet und sah zu ihm hinüber. ,,Beim letzten Angriff... Sie hatten gezögert, und ich konnte Sie deswegen mit meinem Dolch bedrohen.", erklärte Leon. ,,Hmm...", machte Roy und sah gedankenverloren zu Boden. ,,Es ist eine alte Geschichte, die schon viele Jahre in der Vergangenheit zurück liegt, damals im Ishbal-Zivilkonflikt im Osten.", begann er zu erzählen. ,,Im Osten haben damals das Militär und die Bewohner Ishbals gegeneinander gekämpft, richtug?", fragte Leon. ,,Ich habe... eine Menge grauenhafter Dinge gesehen...", sagte Roy...
Es war vor vielen Jahren im Krieg gegen Ishbal gewesen. Roy hatte einen der Kindersoldaten in einem völlig zerfallenen Haus gestellt; der Junge war höchstens erst elf Jahre alt gewesen. Mit angstverzerrtem Blick und zittrigen Händen, die ein für ihn viel zu großes Gewehr hielten, hatte er vom Boden her zu Roy aufgesehen, der die Hand hochgehoben hatte, bereit, eine Explosion zu verursachen, jedoch ein ebenso angstverzerrtes Gesicht wie der Junge. Schließlich hatte der Junge laut geschrien und mit dem Gewehr auf Roy gezielt, zum Schuss bereit. Eine gewaltige Explosion hatte Sekunden später Ishbal erzittert...
,,Marcoh, der vom Schlachtfeld davonrannte, hat in meinen Augen das einzig Richtige getan.", seufzte Roy. ,,Selbst jetzt denke ich das noch." ,,Ist das der Grund, warum Sie nichts gesagt haben?", fragte Leon. ,,Aber es könnte doch sehr gut sein, wenn Sie sich mit ihm treffen... mit Marcoh...", sinnte Roy. ,,Er lebt?!?", rief Leon, die Erschöpfung vom Kampf auf einmal völlig vergessen. Roy nickte. ,,Oberst, ich hab immer noch nicht von Ihnen gehört, warum Sie bei unserem Kampf gezögert haben.", sagte Leon, schüttelte dann aber seinen Kopf. ,,Nein... Ist schon in Ordnung."
Wimmernd sahen Fury und der Husky-Welpe von Havoc, zu Breda, zu Farman, die alle nur den Kopf schüttelten. ,,Wenn es keine anderen Kandidaten für ihn gibt, werde ich ihn nehmen.", sagte Hawkeye auf einmal. ,,Ist das wirklich wahr?!?", fragte Fury glücklich. Plötzlich sprang der Welpe aus Furys Armen lief auf eine Wand zu, hob ein Bein und pinkelte gegen die Wand. ,,Hey, nur, weil du jetzt endlich einen Besitzer hast, darfst du doch nicht...", begann Fury. ,,Böse! Aus!", rief Hawkeye, zückte ihre Pistole und schoss auf den Husky. Die Schüsse verfehlten den nun geschockt dreinschauenden Welpen nur um Millimeter. ,,Meine Erziehung ist streng.", sagte Hawkeye, nahm den Welpen in ihre Arme und ging mit ihm zur Tür. ,,Komm mit, ich zeig dir, wo du machen darfst, Shadow.", sagte sie, und weg waren die beiden. ,,Sh... Shadow?!?", wiederholte Fury, immer noch geschock, dass Hakweye auf den süssen Welpen geschossen hatte.
Roy und Hughes saßen am Abend in einer Kneipe und genehmigten sich mehrere Drinks. ,,Nach Leons Bericht über Lior City...", murmelte Hughes. ,,Wusstest du, dass General Peacecrafts Gruppen in der Stadt sind?" ,,Hmm?", machte Roy verdutzt. ,,Angeblich soll in Lior City ein Zivilkrieg ausgebrochen sein.", erzählte Hughes. ,,Leon meinte doch, dass die Bewohner zur Vernunft kommen sollten, nun, da der betrügerische Hohepriesterverschwunden ist.", sagte Roy. ,,Nun, dem Hohepriester geht es aber anscheinend blendend, und er überredet die Bewohner Lior Citys dazu, Krieg gegen das Militär zu beginnen. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob der Hohepriester, gegen den Leon gekämpft hat, und der Hohepriester, der derzeitig die Bewohner befehligt, dieselbe Person sind. Villeicht sollten wir Leon noch einmal den Ort untersuchen lassen und..." ,,Er glaubt, er hätte eine Stadt gerettet.", sagte Roy und seufzte traurig. ,,Lassen wir ihn in dem Glauben. Eines Tages, wenn er soweit ist, wird er es selbst herausfinden."
Leon und Fayt standen vor einer Kirche. ,,Wir haben Informationen über Marcoh vom Oberst erhalten. Das hier können wir also nicht auch noch verlangen.", sagte Leon mit Blick auf die Katze, die sie in einem Korb vor die Kirche gelegt hatten. ,,Das geht gegen das Prinzip des Gleichwertigen Tausches." ,,Das ist wahr...", stimmte Fayt traurig zu. Leon klatschte in die Hände und berührte den Korb, der sich daraufhin in einen flauschig warmen Kinderwagen verwandelte; die Katze schnurrte und machte es sich darin bequem. ,,Tut mir Leid.", sagte Leon zu der Katze und ging mit Leon davon in Richtung des Dorfes, wo Marcoh laut Roys Aussage leben sollte.
,,Kannst du mir es nicht verraten?", fragte Roy in der Kneipe Hughes. ,,Das hier ist doch nicht einfach nur eine zeitliche Übernahme des Östlichen Hauptquartiers, richtig?" ,,Die Untersuchungseinheit und mehrere andere Einheiten sind hierhin geflüchtet und haben den Führer mitgenommen.", antwortete Hughes, sein Blick auf einmal sehr besorgt. ,,Allein in Central City sind fünf Nationale Alchemisten und deren Verwandte bereits ermordet worden."
Zur gleichen Zeit hielt ein Mann mit einer kreuzförmigen Narbe, der eine dunkle Sonnenbrille trug - selbst bei Nacht - , einen Soldaten am Kopf in die Höhe, ihn nach Informationen über den Aufenthaltsort der Nationalen Alchemisten trängend. Schließlich leuchtete das Tattoo auf dem rechten Arm des Mannes, und der Kopf des Soldaten zerplatzte, Blut in alle Richtungen spritzend. ,,East City...", murmelte er und nahm seine Brille ab: Seine Augen so rot wie das Blut, mit dem er besudelt war.
Vorschau Kapitel 14: Hand der Zerstörung: Ein Mörder streift in der Gegend herum, jeden Nationalen Alchemisten umbringend, der ihm in den Weg kommt. In wieweit muss Leon sich vor ihm fürchten?
Whenever you are in my sight, I can breath
That alone should satisfy me, but...
Since I am so petty, I keep making the same mistakes
How strong must I become so that no one will be hurt?
I believe in this love without a question and live
Embracing the wound that will never heal...
...The two keep walking...
...Because they cannot go back
Their hearts deep inside...
...Still hurt from the inerasable sin
